Bankkunden ist eine Beschwerde über die Bank bei den so genannten Ombudsleuten möglich. Diese Zahl an Bank-Beschwerden erfasst auch der Bundesverband Deutscher Banken. Privatbanken speziell haben hier einen eigenen Verband an Ombudsleuten, was natürlich auch statistisch erfasst wird. Seit Einrichtung dieser Beschwerde-Stelle 1992 war die Anzahl der Beschwerden über Privat-Banken nie höher als 2009. Der Anstieg zum Vorjahr betrug alleine satte 35%, was angeblich überwiegend auf das Wertpapiergeschäft bezogen sei.

Beschwerde über Banken nimmt zu
Wahrscheinlicher dürfte die vertriebsmotivierte Verkaufstätigkeit der Banken die Ursache sein. Denn immer weniger sind die Bedürfnisse der Bankkunden ausschlaggebend, sondern zunehmend die internen Verkaufsvorgaben, die sich an Provisionen, Bankvergleiche und generellen Statistiken orientieren. Zahlreiche Verbrauchermagazine berichteten bereits mehrfach darüber. Würde ein Banker über den Verkaufsdruck ein Buch schreiben und eine anonyme “Ich stimme zu”-Funktion einrichten, die Resonanz wäre wohl immens.
Allerdings braucht sich von der Bank niemand beschweren. Zitat aus einer aktuellen Stellenanzeige zu den Aufgaben:
“(…) Verkauf von Finanzdienstleistungen, aktive Neukundengewinnung, (…)”
Das erinnert eigentlich mehr an Vertriebsmitarbeiter von Versicherungen im Außendienst. Darüber müsste man sich als Bankkunde eigentlich beschweren. Aber die Methode überlebte die Finanzkrise wie die Managergehälter.