
Was macht eine hohe Rendite aus?
Bei einem Vortragsabend diese Woche – initiiert von Herrn Bielmeier ging es u.a. um das Thema reich sein, eine hohe Rendite erwirtschaften. Anhand einer Renditeformel wurden dabei die zeitlichen Verhältnisse – vor allem Laufzeit sowie Einflussgrößen gut dargestellt. Es sprach auch Walter Schmitz (Gründer von prima Fonds) von einer hohen Rendite. Er strebt minimum 9% vor Steuern an. Der eingesetzte Fondsverwalter wird seinen Worten zu Folge auch erst ab 8% aufwärts gut bezahlt.
Man kann nun mit einer Renditeformel und festen Daten seine persönliche Rendite berechnen. Entscheidend ist aber weniger das formelhafte Berechnen der Rendite als vielmehr eine hohe Rendite zu erzielen.
Einen interessanten Ansatzpunkt liefert hierzu der amerikanische Wissenschaftler Gray Brinson. Denn er untersuchte 91 Pensionsfonds (!) hinsichtlich der entscheidenden Faktoren für die Wertenwicklung der Anlageform.
Seine Analyse ergab zu meiner Überraschung, dass der optimale Zeitpunkt nur zu 7% eine Rolle spielte. Der optimale Zeitpunkt bei Kauf und Verkauf, bzw. Ein- und Ausstieg wird demnach bei der untersuchten Konstellation wohl deutlich überschätzt.
Seiner Analyse nach war die Anlageklasse (Aktien, Anleihen oder Immobilien) mit 93% deutlich wegweisender für die Wertentwicklung des Fonds.
Da es sowieso niemand schafft zum optimalen Zeitpunkt zu kaufen und zu verkaufen (vgl. Zeitpunkt zum Aktienkauf), kann dieser untersuchte Teilaspekt doch etwas beruhigen.