Die Schuldenfalle

Die Schuldenfalle

Die Schuldenfalle

Die Schuldenfalle schlägt normalerweise bei Verbrauchern zu, die dank Auto, Handy, Leasing und Ratenzahlung über ihre Verhältnisse leben. Angesichts der aktuellen Finanzkrise kann einer aber immer noch mehr Geld ausgeben, obwohl er längst tief in der Schuldenfalle sitzt: der Staat.

Nachdem der Bund für die notleidende Finanzbranche 130 Milliarden Euro zur Stabilisierung vorgesehen hat, wurden die Rufe nach Steuersenkung, Entlastung des Mittelstandes immer lauter. Letztendlich zog sich die Welle bis zu den Hartz-IV-Sätzen.
Was folgte, ist nun das Konunkturpaket der Regierung zur Senkung der Abgaben- und Steuerlast sowie zur Ankurbelung der Inlandsnachfrage. In Summe werden dafür 6 Milliarden Euro ausgegeben. Wem fällt was auf?

Angesichts der absolut ausufernden Staatsverschuldung und drohender Schuldenfalle mag ja ein gewisser Sparzwang angebracht sein, aber die Verhältnisse scheinen hier doch nicht ganz akzeptabel.
So deckte etwa der aktuelle Focus (4/09, S.11) auf, dass die Landesbanken seit Jahren mehr günstige Kredite aufnahmen, als diese ihren Aufgaben gemäß wieder als Kredite weitergaben. Laut Finanzministerium übertrafen im September 2008 die aufgenommen Kredite die ausgezahlten Kredite um satte 59%. Damit wurde überwiegend an der Wertpapierbörse spekuliert.

Und wer jetzt die unüblich hohen Zinsen auf Tagesgeld und Co. liest, die von den Banken ein sehr hohes Risiko zur Refinanzierung erzwingen, den wundert dann nichts mehr. Risiko Staat und Steuerzahler, Gewinn Vorstand und Aktionäre.
Wenn das nicht die eigentliche Schuldenfalle ist.



2 Kommentare zu Die Schuldenfalle

1 Bernd
Kommentar
31. 10. 2009
um 23:39

Unter „sicher“ kann man einerseits die Sicherheit bei Zusammenbruch der Bank verstehen, bei der das Geld angelegt ist, andererseits aber natürlich auch die Anlage selbst. Aktien oder Fonds sind per se nicht sicher! Es kommt auf die Mischung an.
siehe auch http://vermoegen-crash-sicher.de/

2 Enrico Geduhn
Kommentar
21. 01. 2011
um 13:52

Edelmetalle sollten in keinem Portfolio fehlen. Experten raten 10 % sollten in Edelmetalle angelegt werden. Der Mix machts.

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