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Schlagwort: Altersarmut

Steuerbelastung in Deutschland

Jedes Jahr bei Abgabe der Steuererklärung ärgert man sich über die gefühlt extrem hohe Steuerbelastung in Deutschland und sinniert über eine Auswanderung beispielsweise nach Dubai, wo (theoretisch) keine Steuerpflicht bestünde. Aber ist die Steuerbelastung in Deutschland tatsächlich so hoch oder täuscht man sich hier? Die zahlreichen Steuererhöhungen verbunden mit einer ausufernden Staatsverschuldung, Inflation sowie ausbleibenden Lohnerhöhungen bringen da manchen Steuerzahler auf die Palme.

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Ist es besser eine Lebensversicherung (LV) zu verkaufen, zu kündigen oder zu beleihen? Viele erinnern sich noch an die Fernsehwerbung, die empfahl die Lebensversicherungen zu verkaufen. Aktuelle Verbrauchertests zeigen aber, dass diese Aufkäufer von Lebensversicherungen teilweise kein Kaufangebot abgeben oder dieses unzumutbar niedrig sein kann. Daher stellt sich die Frage, ob man seine Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen soll. Oder doch die LV unangetastet lassen? Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen auf.

Wieso überhaupt eine Lebensversicherung verkaufen etc.?

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Eine Lebensversicherung besser verkaufen, kündigen oder beleihen

Die klassische Kapitallebensversicherung (LV) ist seit langem kein Renditepferd mehr. Aber auch Verschlechterung der persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse führen oft zur Suche nach passenden Lösungen und Möglichkeiten, einerseits die einzuzahlenden Beiträge zu mindern/ aufzuheben und/ oder die einbezahlten Beiträge zu nutzen – vor Ende der Laufzeit.
Grundsätzlich kann man in solchen Situationen seine Lebensversicherung kündigen, verkaufen oder beleihen. Es gibt aber keinen pauschalen Königsweg, denn die persönlichen Umstände spielen eine große Rolle.

Die Lebensversicherung kündigen

Das Kündigen der Lebensversicherung hat den Nachteil, dass Stornokosten berechnet werden können und die ausgezahlten Rückkaufswerte relativ niedrig sind, da die ersten Beiträge für Gebühren und Provisionen verwendet werden. Zudem geht auch der Schlussgewinn verloren, der erst bei normalem Vertragsende ausgeschüttet wird. Es wird allein dadurch klar, das die erhältliche Summe in keinem Verhältnis zu den einbezahlten Beiträgen steht, die man bisher geleistet hat. Da die wenigsten Lebensversicherungen bis zum vorgesehenen Ende laufen, sind Kündigungen der Lebensversicherungen ein gutes Geschäft – aber nur für die Versicherer.

Die Lebensversicherung verkaufen

Das Verkaufen einer Lebensversicherung kann eine bessere Alternative sein. Allerdings heißt es auch hier: aufgepasst! Auf diesem Zweitmarkt tummeln sich mittlerweile etliche schwarze Schafe. Nicht immer erhält man hier einen reellen Gegenwert für seine angesparten Leistungen. Vor allem wenn statt einer Sofortauszahlung eine Ratenzahlung vereinbart wurde, hatte so mancher gutgläubige Kunde schon das Nachsehen. Und noch etwas: Inzwischen fällt der Verkaufswert einer Lebensversicherung auch unter die Abgeltungssteuer, was früher nicht der Fall war. Es bleibt also nur, die bekannten seriösen Anbieter um Angebote anzufragen und diese zu vergleichen. Wohl Marktführer beim Verkaufen einer Lebensversicherung bzw. beim Ankauf sind cash.life und LifeFinance. Beide Anbieter bieten solide und seriöse Angebote, auf jeden Fall sollten Sie sich mehrere Angebote einholen und vergleichen. Laut Stiftung Warentest erhält man im Schnitt bis etwa 8% mehr Geld als beim Kündigen der Lebensversicherung. Es kann daher besser sein, die Lebensversicherung zu verkaufen.

Die Lebensversicherung beleihen

Bei vorübergehendem Geldbedarf gibt es noch eine wenig bekannte Variante: man kann die Lebensversicherung beim Anbieter beleihen. Bei diesem so genannten Policendarlehen zahlt der Versicherer dem Kunden bereits einen Teilbetrag der späteren Versicherungsleistung vorzeitig aus – und das zu günstigen Zinsen und ohne Sicherheiten. Dies hilft aber letztlich nur über einen finanziell vorübergehenden Engpass hinweg. Alternativ kann man auch nur eine vorübergehende Beitragsfreistellung vereinbaren oder ein normales Darlehen bzw. einen Ratenkredit zur Überbrückung aufnehmen. Die Konditionen dürften dann allerdings deutlich schlechter sein. Wer sowieso dauerhaft die Raten nicht mehr aufbringen kann und/ oder Geld dringend benötigt, für den ist das Beleihen der Lebensversicherung keine wirkliche Alternative.

Nachteile beim Verkaufen und Kündigen der Lebensversicherung

Beim Kündigen udn Verkaufen der Lebensversicherung muss man wissen, dass ein Hinterbliebenenschutz und eine mögliche Berufsunfähigkeit dadurch ebenfalls verloren gehen. Will man diese nicht anderweitig absichern, muss man die Lebensversicherung durchhalten. Hier kann man die Beiträge vielleicht auf jährliche Zahlung umstellen oder die Lebensversicherung stilllegen.

Die Stilllegung der Lebensversicherung

Bei der Stilllegung der Lebensversicherung werden keine Beiträge mehr bezahlt. Die Verluste halten sich insgesamt in Grenzen, da weder Stornokosten entstehen noch auf die Schlussausschüttung verzichtet werden muss (welche allerdings geringer ausfallen wird). Zusätzlicher Wermutstropfen: im Todesfall werden die Leistungen an die Hinterbliebenen ebenfalls geringer. Bei Stilllegung werden die regelmäßigen Zahlungsbeträge frei. Damit steigt die Liquidität. Zudem entsteht ein größerer Handlungsspielraum: Das Geld kann jetzt woanders gewinnbringender angelegt werden. Die Hauptziele der Kapitallebensversicherung – eine spätere Auszahlung zu erlangen und Schutz der Angehörigen – gehen aber nicht verloren. Daher sollte diese Alternative neben dem Verkaufen oder Kündigen einer Lebensversicherung ebenfalls mitberücksichtigt werden.

Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit: Versicherung erforderlich?

Es heißt immer, die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sei eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, insbesondere im Bereich der Invaliditätsvorsorge. Warum benötigt man also unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung und auf welche Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man achten?

Zweck einer BU

Auch wenn man es nicht gerne hört oder liest, viele Menschen verlieren jedes Jahr ihre Arbeitskraft durch Unfälle oder Krankheiten und können als Folge ihren Beruf nicht mehr ausüben. Das führt zu erheblichen finanziellen Einbußen. Um diese Einbußen zu vermeiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Denn sie schafft ein großes Maß an finanzieller Sicherheit für diese Fälle. Doch nicht nur Menschen, die auf ihre Arbeitskraft bauen, sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, sondern auch Hausfrauen und Hausmänner, aber auch Studenten, sind mit einer solchen Versicherung gut beraten. Denn die gesetzliche Rentenversicherung sieht vor, dass beispielsweise Studenten erst nach fünf Jahren, nachdem sie ihre erste Berufstätigkeit aufgenommen haben, durch die gesetzliche Rentenversicherung ( Anspruch auf EU-Rente ) abgesichert sind. Und die Hausfrau? Sie kümmert sich um die Familie, die Kinder und die Wohnung, fällt sie für unbestimmte Zeit aus, muss eine entsprechende Ersatzkraft eingestellt werden.

Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Daher ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich für jeden sinnvoll, egal ob er  Arbeitnehmer, Student, Azubi oder Selbständig ist. Schließt eine Person eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, so wird in der Regel eine monatliche Rente vereinbart, welche bei Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent, an die versicherte Person gezahlt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass die versicherte Person die ausgeübte Tätigkeit über einen Zeitraum ( Prognosezeitraum ) von mind. sechs Monaten nicht mehr ausüben kann, dann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung die monatliche Rente.  Um dieses Risiko abzufedern und um finanzielle Notsituationen zu abzusichern, sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, allerdings ist ein Vergleich der Versicherungsbedingungen sinnvoll, denn die Offerten der einzelnen Anbieter sind sehr unterschiedlich.

Dabei sollte man schauen, wie hoch der Grad der erforderlichen Unfähigkeit sein muss, damit die Versicherung leisten muss. Zudem muss man wissen, dass im Wesentlichen die Versicherung bzw. „deren“ Ärzte den Grad der Unfähigkeit für den ausgeübten Beruf feststellen. Manche Versicherungen zahlen abgestuft bereits ab 25%, die meisten ab 50%. Auch sollte man prüfen, ob einem die Versicherung in einen vergleichbaren Ersatzberuf verweisen darf, den man mit der Einschränkung noch ausüben kann. Interessant ist auch die Prozessquote, sprich wie oft eine Versicherung wegen Nichtzahlung verklagt wird.

Rettet die Staatsverschuldung

Trotz kaum vorstellbarer Schulden (siehe Schuldenfalle) steigt die Staatsverschuldung immens an. Grund ist die Finanzkrise und Wirtschaftskrise. In Summe 150 Milliarden Euro nach aktuellen Schätzungen (Focus 4/09, S. 17) neue Schulden allein 2009 sprengen jeden Rahmen. Die Regierung will argumentativ beschwichtigend auf die enormen Altschulden der DDR, die man ebenfalls mitübernommen und von 1996 bis 2008 komplett getilgt hat, abheben. Fehlt nur noch ein Ehrenwort des Finanzministers. Kritischen Stimmen zufolge hat man diese Altschulden aber auch mit neuen Schulden erkauft, so dass von Tilgen im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein könne.

Bevor man über das Für und Wider sowie die Einzelmaßnahmen nachdenkt, sollte man sich erst einmal die Verhältnisse klar machen.
Jahr Nettoneuverschuldung in Euro:

  • 2000: 23.800.000.000
  • 2001: 22.800.000.000
  • 2002: 31.800.000.000
  • 2003: 38.600.000.000
  • 2004: 31.200.000.000
  • 2005: 39.500.000.000
  • 2006: 27.900.000.000
  • 2007: 14.300.000.000
  • 2008: 11.500.000.000
  • 2009: 150.000.000.000
  • 2010: 70.000.000.000

2009 und 2010 aktuelle Schätzungen des Bundesfinanzministeriums!

Rettet die Staatsverschuldung

Rettet die Staatsverschuldung

Die Staatsverschuldung beträgt derzeit nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler – tja mit derzeit ist das so eine Sache, da die Staatsverschuldung pro Sekunde um 4.439 Euro wächst – 1.521.076.173.812 Euro. Bei solchen Zahlen würde wohl selbst Fußballprofis etwas mulmig.
Im Vergleich zur USA sind aber auch das nur Sümmchen. Es wird geschätzt, dass die USA 2009 1.186 Milliarden USD an Neuverschuldung einfahren. Alle Industristaaten kommen zusammen 2009 gerade mal auf ca. 3.000 Milliarden USD.
Abwrackprämie will ich als doppeltdeutig in diesem Zusammenhang aber nicht bemühen.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Was sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise? Die negativen Schlagzeilen sprechen teilweise vom Krisenjahr 2009. Dabie scheint 2011 jedenfalls nicht viel besser betitelt zu werden. Die Schuldenkrise, die Vertrauenskrise usw. werfen ihre Schatten voraus. Was sind die Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise, die offenbar bei den Bürgern so noch nicht angekommen ist, sofern man das Weihnachtsgeschäft betrachtet.

Verbraucher: Kaufzurückhaltung

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Folgen und Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Verbraucher reagieren einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge mit Kaufzurückhaltung auf die Wirtschaftskrise als eine der Auswirkungen der Finanzkrise.
67% suchen nach Sonderangeboten, 47% verzichten auf größere Anschaffungen, 45% bevorzugen Discounter, 40% bzw. 38% sparen bei Kleidung und Urlaub.
Immerhin 20% fürchten in den kommenden Monaten um ihren Arbeitsplatz.
Fast 50% gaben an, vom vergangenen Aufschwung nicht profitiert zu haben und einen schlechteren Lebensstandard im Vergleich der zurückliegenden 10 Jahre zu haben.
Ca. 33 % befürchten eine Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation.
Die Umfrage zu Reichtum und Armut in Deutschland führt diesen Gedanken weiter. Ich bin gespannt auf die vorläufigen Ergebnisse, also bitte zahlreich teilnehmen.

Mittelstand: Pessimismus oder Realismus

Im Rahmen des Deutschen Mittelstandsbarometers (DMB) wurden im Herbst knapp 2.500 Mittelständler befragt. Markt und Mittelstand veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe die neuen Ergebnisse.
So wird das Konjunkturklima deutlich schlechter eingeschätzt als noch 2008. Vor allem kleinere Betriebe fürchten um die Finanzierung (Stichwort: Kreditklemme). Ansonsten rückten die Bürokratie sowie hemmendes Arbeitsrecht mehr in den Fokus der Unternehmer.

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