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Schlagwort: Förderung

Milchpreis und der Milchmarkt

Milchpreise am Milchmarkt

Milchpreise am Milchmarkt

Der Milchpreis sinkt und sinkt. Dabei wäre die mediale Aufmerksamkeit der Milchbauern eigentlich groß genug möchte man meinen, den Milchmarkt auch politisch zu stützen. Denn der Milchpreis um die 22 Cent pro Liter ruiniert nachweislich die Milchbauern sowie den Milchmarkt.

Agrarsubventionen auch für den Milchpreis

Seit kurzem kann man ja selbst im bäuerlichen Bayern einsehen, welcher Bauer wieviel an Agrarsubventionen erhalten hat. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat eine Datenbank online gestellt, in der man die Empfänger sowie die erhaltenen Subventionen recherchieren kann. Tun Sie das mal, geben Sie den kleinen Bauern von nebenan ein. Aber setzen Sie sich vorher. Summen im hohen vierstelligen Bereich sind da regelmäßig zu lesen. Darüber sowieso.

Milchbauern und Molkerein

Da fragt man sich schon, wieso die Milchbauern es nicht schaffen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter will nun eine teilweise Produktionsstilllegung, um das Angebot zu reduzieren und damit die Überproduktion. Dies solle sich dann positiv auf den Milchpreis auswirken. Der Milchindustrieverband hält für die Molkereien aber dagegen, Boni gäbe es dafür nicht.
Vielleicht sollte die Milchbauern wie etwa Müller Milch der Milch minimale Fruchtnoten beimischen und dann den Preis verzehnfachen. Wäre wohl immer noch preiswerter als diese Produkte im Regal.

Steuerzahlerbund tritt Regierung

Eine aktuelle Kampagne des Steuerzahlerbundes Bayern tritt die Regierung in den Allerwertesten. Die Aktion heißt „In den Arsch treten„. Auf der gleichnamigen Webseite findet man die 7 Hauptforderungen (vgl. Steuerverschwendung und Staatsschulden) sowie interessante Zahlen zur Staatsverschuldung (Schuldenfalle).

So schätzt der Steuerzahlerbund die Neuverschuldung Deutschlands im Jahr 2009 auf satte 140 Milliarden Euro. In 1-Euro-Münzen würde diese Geldmenge aneinandergereiht ganz 81mal um den Äquator reichen. Zudem verzehnfacht sich die Verschuldungsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wären die Steuereinnahmen auf 550 Milliarden Euro gestiegen – 110 Milliarden Euro mehr als noch 2005.

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Ganz egal, ob man die Meinung des Steuerzahlerbundes im Ergebnis teilt oder nicht, diese enormen Summen machen selbst einen Lottogewinn wieder fast lächerlich. Auch sind die weiteren Punkte des Steuerzahlerbundes meist unstreitig unterstützungswürdig. Die fehlende Professionalität und Solidität in der Gesetzgebung, höhere Abgaben bei weniger Leistung am anderen Ende  des Bürgers und zudem medienwirksame Staatshilfen in Milliardenhöhe für Großunternehmen, Banken und staatliche Unternehmen. Auch der Vorschlag der Amtsuntreue im Strafgesetzbuch hat was. Den sollte man gleich um Steuerverschwendung und Fördergeldermissbrauch erweitern.

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