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Schlagwort: Globalisierung

Agrarsubventionen der EU

Die Agrarsubventionen der EU sorgten schon häufiger für Kopfschütteln. Ende September 2010 steht der EU-Haushalt von 2014 bis 2020 vor der Tür. Wer sich mit den Plänen befasst, wird um die Agrarsubventionen der EU nicht herumkommen. Übrigens wird es auch für Deutschland teuerer werden. Das Kopfschütteln über die Pläne im Allgemeinen und die Agrarsubventionen im Besonderen wird noch größer wenn man sich das im Detail ansieht.

Entwicklung der Vermögensverteilung

Die Entwicklung der Vermögensverteilung ist nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen und sozialpolitischen Erwägungen heraus interessant, sondern beispielsweise im Rahmen der Finanzkrise (vgl. Gewinner der Finanzkrise) besonders bemerkenswert. Der aktuelle Global Wealth Report 2010 bietet daher wieder einmal einige sehr nachdenkenswerte Fakten zur Vermögensverteilung.

Entwicklung der Reichen-Haushalte

Entwicklung der Vermögensverteilung

Entwicklung des Vermögens

Im Krisenjahr 2009 stieg die Zahl der Millionärshaushalte in Deutschland um satte 23% im Vergleich zu 2008. Der absolute Wert liegt damit bei 430.000.
Global betrachtet, sieht das Bild ähnlich aus, dennoch war die Entwicklung der Vermögensverteilung weniger stark ausgeprägt wie in Deutschland. So stieg der Millionärsanteil „nur“ um 14% (11,2 Millionen Haushalte absolut).
Deutschland ist beim Zuwachs der Millionäre aber nicht Spitzenreiter. Diese Liste der Vermögensverteilung führen Signapur (35%), Malaysia (33%) und die Slowakei (32%) vor Chona (31%) an.

Finanzkrise egalisiert

Der Studie Global Wealth zufolge sind damit die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 wieder egalisiert – zumindest rein vermögenstechnischer Natur. Denn durch die Erholung der Finanzmärkte konnten die Verluste mittlerweile wieder ausgeglichen werden. Dies erstaunt doch, da vor allem die am Kapitalmarkt investierten, eher reicheren Haushalte eben durch die Finanzkrise besonders getroffen wurden. Dass diese Haushalte nun schon wieder auf dem vorigen Niveau angelangt sind, während die private Verschuldung der eher ärmeren Haushalte stagniert, war vielleicht zu erwarten, die Zeitspanne erscheint dafür jedoch sehr kurz. Betrachtet man zudem die Unsicherheit der Anleger und die Entwicklung des Goldpreises dafür als Indiz, zeigt offenbahr die reichere Schicht Risikobereitschaft sowie Investitionsvermögen auch nach herben Verlusten.

Vermögensverteilung weltweit

So hatten 2009 weltweit nicht einmal 1% aller Haushalte eine Vermögen von über 1 Million Dollar. Diese wenigen Haushalte besitzen allerdings 38% aller Vermögenswerte weltweit. Interessant ist noch, dass Europa insgesamt mit Vermögenswerten von 37,1 Billionen Dollar die reichste Region der Welt ist. Die „alternativlose“ Rettung des Euro steht dazu wohl nur im vermeintlichen Widerspruch.

Wer verzockte unser Geld?

Wer verzockte unser Geld - das Milliardenspiel

Wer verzockte unser Geld - das Milliardenspiel

Wer unser Geld verzockte, zeigt heute um 21.00 Uhr die ZDF-Dokumentation von Frontal 21 mit dem Titel „Das Milliardenspiel“.

Soweit im Vorfeld von „Das Milliardenspiel – Wer verzockte unser Geld?“ bekannt wurde, gingen die Journalisten Reinhard Laska und Christian Rohde der Finanzkrise und den Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise speziell für Deutschland auf den Grund.

Insider berichten

Wie die Finanzkrise entstanden ist, erklären Insider. So sollen Bankmitarbeiter erzählen, wie sie bewusst die Sicherheitsmechanismen aus Gier ausgetrickst haben und mit dem Geld der Anleger spekuliert haben. Insgesamt soll die Vermögensumschichtung vom Steuerzahler zum Investmentbanker dadurch veranschaulicht werden. Auch soll auf die rechtlichen grundlagen durch die Regierung im Vorfeld eingegangen werden, welche den Banken erst diese Beteiligung an den Kapitalmärkten eröffnet haben soll.

Die Folgen

Auch über die Folgen wird gesprochen, so konnte auch der Finanzminister zur Staatsverschuldung und deren Folgen befragt werden. Der träumt wahrscheinlich schon vom „Unwort Finanzkrise„. Ich bin auf jeden Fall gepsannt, wie er in Wahlkampfzeiten zu dem unvorstellbaren Schuldenberg und dessen Auswirkungen für künftige Generationen Stellung bezieht und Verantwortung übernimmt.

Podcast

Vor kurzem berichtete auch die Wissenschaftssendung im WDR, Quarks, über die Zocker und dessen Folgen. Der Podcast kann noch downgeloadet werden. Dieser teils sehr anschauliche Podcast vom 19.05.2009 bringt die Zusammenhänge vereinfacht aber verständlich näher.

Goldpreisentwicklung

Die Goldpreisentwicklung war , ist und bleibt auch in ein spannendes Thema. Denn die Entwicklung des Goldpreises ist maßgeblich für die Anlageentscheidung in Gold. Meist investiert man in Gold, um krisensicher und inflationssicher Geld anzulegen. Über lange Zeiträume bringt Gold allerdings keine guten Renditen. Betrachtet man aber die letzten Jahre für sich, war Gold durchaus beliebt. Die hohe Nachfrage trieb den Goldpreis deutlich nach oben. Nun ist er wieder ein Stück weit gefallen. Die Prognosen der Experten überschlagen sich nach wie vor. Nimmt die Unsicherheit an den klassischen Finanzmärkten weiter zu… Wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Der Goldpreis – was man wissen muss

Der Goldpreis schwankt mittelfristig deutlich weniger als beispielsweise Aktienpreise. Daher sollte man sich nicht von kurzfristigen Preisänderungen (Volatilität) beeindrucken lassen. Wie teuer Gold noch wird und wohin die Preisentwicklung geht, hängt von vielen Annahmen ab. Mehrheitlich wird der Goldpreis indirekt durch den Kaufkraftverlust und Vertrauensverlust der Währungen bestimmt.
Entgegen vieler Meinungen ist die Goldmenge nicht soo klein, sie wächst nur geringer als beispielsweise derzeit die Geldmenge. Im Durschnitt wächst der Goldbestand nur 1,5% pro Jahr.

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Die Goldpreis-Entwicklung in und

Goldpreis - wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Goldpreis - wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Wenn Sie heute zu Ihrer Bank gehen und in Gold investieren sowie dieses (meist überraschend winzige) Stück Gold real erhalten möchten, dürften Sie Pech haben oder einige Wochen Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Denn die reale Goldmenge für solche Zwecke ist praktisch vergiffen.
Das ist auch der Grund für die hohe Nachfrage nach Zahngold oder Altgold. So stehen meist schon vor jedem Supermarkt die Kundenstopper solcher (dubioser?) Anbieter. Tatsächlich kann es sich jedoch derzeit lohnen wie noch nie, alten unbenutzen aber hochwertigen Schmuck einzutauschen und dafür in etwa den Goldwert als Bargeld zu erhalten.
Wenn nun der enorme Geldbedarf der USA zu der von manchen erwarteten Inflation führt, könnte die Nachfrage nach Gold die Goldpreisentwicklung weiter anfachen. Tom Fitzpatrick (technischer Chefstratege der Citigroup) rechnet bei einem Szenario sogar mit einem Inflationsschock.
Allerdings halten die Notenbanken sehr große Goldvorräte. Wenn diese sich entschließen Teile davon zu verkaufen, würde das spürbar den Goldpreis senken. Bisher sind die Notenbanken jedoch sehr, sehr zurückhalten und wehren sich gegen den steigenden Verkaufsdruck.

Wohin der Goldpreis sich entwickelt weiß keiner. Niemand. Allerdings flüchten in Krisenzeiten und instabilen Zeiten viele Anleger in Gold. Wenn also die Rezession sprübar(er) wird und ggf. China wie offenbar geplant die Goldreserven von 600 auf 4000 Tonnen austockt, dürfte der Goldpreis weiter ansteigen. Vielleicht sollte man sich entsprechende Indexzertifikate einmal genauer ansehen. Denn Gold als Inflationsschutz wird immer interessanter, je mehr Zweifel am Euro und der Staatsverschuldung aufkommen.
Spannend ist auch, wenn man den Goldpreis inflationsbereinigt betrachtet. So könnte man sich beispielsweise vor ca. 50 Jahren mit der gleichen Menge Gold in etwa Gegenstände der gleichen Kaufkraft leisten. Der reale Goldwert bliebt damit über einen langen Zeitraum sehr konstant. Die aktuellen Preissteigerungen sind aber natürlich auch Grund zur Vorsicht. Denn immer wenn institutionelle Spekulanten die Kurse beeinflussen, sind diese von realen Gründen teilweise abgekoppelt. Das Risiko wird dadurch höher, soweit der Preis nicht mehr begründbar wird. Im Gegensatz zu Immobilien hat Gold allerdings einen wesentlichen Vorteil: es ist mobil und flexibel sowie einfacher bewertbar.
Letztlich dürfte daher das Vertrauen der breiten Bevölkerung in Konjunktur, Weltwirtschaft und Euro-Stabilität bzw. USA-Stabilität der wichtigste Einflussfaktor auf den Goldpreis sein.

Was man beim Goldkauf beachten sollte

Gold selbst bringt keine Rendite, es findet keine Wertschöpfung statt. Auch sind bereits sehr kleine Stückelungen beispielsweise in gängigen Goldmünzen relativ teuer. Will man dazu noch etwas flexibel bleiben, muss man für physisches Gold schon etwas Geld investieren. Dazu kommt aber noch das Aufgeld als Provision/ Lohn für Prägeanstalt und Händler. Daher sollte man sich eine Investition in physisches Gold unabhängig vom aktuellen Goldpreis und dessen Entwicklung genau überlegen.

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