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Schlagwort: Lebensversicherung

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Ist es besser eine Lebensversicherung (LV) zu verkaufen, zu kündigen oder zu beleihen? Viele erinnern sich noch an die Fernsehwerbung, die empfahl die Lebensversicherungen zu verkaufen. Aktuelle Verbrauchertests zeigen aber, dass diese Aufkäufer von Lebensversicherungen teilweise kein Kaufangebot abgeben oder dieses unzumutbar niedrig sein kann. Daher stellt sich die Frage, ob man seine Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen soll. Oder doch die LV unangetastet lassen? Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen auf.

Wieso überhaupt eine Lebensversicherung verkaufen etc.?

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Eine Lebensversicherung besser verkaufen, kündigen oder beleihen

Die klassische Kapitallebensversicherung (LV) ist seit langem kein Renditepferd mehr. Aber auch Verschlechterung der persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse führen oft zur Suche nach passenden Lösungen und Möglichkeiten, einerseits die einzuzahlenden Beiträge zu mindern/ aufzuheben und/ oder die einbezahlten Beiträge zu nutzen – vor Ende der Laufzeit.
Grundsätzlich kann man in solchen Situationen seine Lebensversicherung kündigen, verkaufen oder beleihen. Es gibt aber keinen pauschalen Königsweg, denn die persönlichen Umstände spielen eine große Rolle.

Die Lebensversicherung kündigen

Das Kündigen der Lebensversicherung hat den Nachteil, dass Stornokosten berechnet werden können und die ausgezahlten Rückkaufswerte relativ niedrig sind, da die ersten Beiträge für Gebühren und Provisionen verwendet werden. Zudem geht auch der Schlussgewinn verloren, der erst bei normalem Vertragsende ausgeschüttet wird. Es wird allein dadurch klar, das die erhältliche Summe in keinem Verhältnis zu den einbezahlten Beiträgen steht, die man bisher geleistet hat. Da die wenigsten Lebensversicherungen bis zum vorgesehenen Ende laufen, sind Kündigungen der Lebensversicherungen ein gutes Geschäft – aber nur für die Versicherer.

Die Lebensversicherung verkaufen

Das Verkaufen einer Lebensversicherung kann eine bessere Alternative sein. Allerdings heißt es auch hier: aufgepasst! Auf diesem Zweitmarkt tummeln sich mittlerweile etliche schwarze Schafe. Nicht immer erhält man hier einen reellen Gegenwert für seine angesparten Leistungen. Vor allem wenn statt einer Sofortauszahlung eine Ratenzahlung vereinbart wurde, hatte so mancher gutgläubige Kunde schon das Nachsehen. Und noch etwas: Inzwischen fällt der Verkaufswert einer Lebensversicherung auch unter die Abgeltungssteuer, was früher nicht der Fall war. Es bleibt also nur, die bekannten seriösen Anbieter um Angebote anzufragen und diese zu vergleichen. Wohl Marktführer beim Verkaufen einer Lebensversicherung bzw. beim Ankauf sind cash.life und LifeFinance. Beide Anbieter bieten solide und seriöse Angebote, auf jeden Fall sollten Sie sich mehrere Angebote einholen und vergleichen. Laut Stiftung Warentest erhält man im Schnitt bis etwa 8% mehr Geld als beim Kündigen der Lebensversicherung. Es kann daher besser sein, die Lebensversicherung zu verkaufen.

Die Lebensversicherung beleihen

Bei vorübergehendem Geldbedarf gibt es noch eine wenig bekannte Variante: man kann die Lebensversicherung beim Anbieter beleihen. Bei diesem so genannten Policendarlehen zahlt der Versicherer dem Kunden bereits einen Teilbetrag der späteren Versicherungsleistung vorzeitig aus – und das zu günstigen Zinsen und ohne Sicherheiten. Dies hilft aber letztlich nur über einen finanziell vorübergehenden Engpass hinweg. Alternativ kann man auch nur eine vorübergehende Beitragsfreistellung vereinbaren oder ein normales Darlehen bzw. einen Ratenkredit zur Überbrückung aufnehmen. Die Konditionen dürften dann allerdings deutlich schlechter sein. Wer sowieso dauerhaft die Raten nicht mehr aufbringen kann und/ oder Geld dringend benötigt, für den ist das Beleihen der Lebensversicherung keine wirkliche Alternative.

Nachteile beim Verkaufen und Kündigen der Lebensversicherung

Beim Kündigen udn Verkaufen der Lebensversicherung muss man wissen, dass ein Hinterbliebenenschutz und eine mögliche Berufsunfähigkeit dadurch ebenfalls verloren gehen. Will man diese nicht anderweitig absichern, muss man die Lebensversicherung durchhalten. Hier kann man die Beiträge vielleicht auf jährliche Zahlung umstellen oder die Lebensversicherung stilllegen.

Die Stilllegung der Lebensversicherung

Bei der Stilllegung der Lebensversicherung werden keine Beiträge mehr bezahlt. Die Verluste halten sich insgesamt in Grenzen, da weder Stornokosten entstehen noch auf die Schlussausschüttung verzichtet werden muss (welche allerdings geringer ausfallen wird). Zusätzlicher Wermutstropfen: im Todesfall werden die Leistungen an die Hinterbliebenen ebenfalls geringer. Bei Stilllegung werden die regelmäßigen Zahlungsbeträge frei. Damit steigt die Liquidität. Zudem entsteht ein größerer Handlungsspielraum: Das Geld kann jetzt woanders gewinnbringender angelegt werden. Die Hauptziele der Kapitallebensversicherung – eine spätere Auszahlung zu erlangen und Schutz der Angehörigen – gehen aber nicht verloren. Daher sollte diese Alternative neben dem Verkaufen oder Kündigen einer Lebensversicherung ebenfalls mitberücksichtigt werden.

Hypo Real Estate: Insolvenz und Systemrelevanz

Warum die HRE nicht pleite gehen darf

Hypo Real Estate (HRE): Insolvenz und Systemrelevanz

Der Staat steckt weitere Milliarden Steuergelder in die Hypo Real Estate (HRE). Die Bank sei systemrelevant und eine Insolvenz daher ultima ratio, also – wenn überhaupt – nur allerletzte Option. Wieso fragt man sich als aufmerksamer Steuerzahler? Hätte man die mittlerweile über 100 Milliarden nicht besser, solider neu investieren können? Dafür hätte man den Transrapid nach Stoibers Rechnung um die halbe Welt gebaut.

Systemrelevanz: Wieso die HRE systemrelevant ist

Kurz und klar: Ginge die Hype Real Estate pleite, ginge damit für viele Sparer die angesparte Altersvorsorge mit pleite. Denn große Vermögen der Pensionskassen bis zu Versorgungseinrichtungen sowie Lebensversicherer sind bei der HRE investiert. Diese lagern das einbezahlte Geld ja nicht im tresor, sondern müssen eigene Kosten sowie die versprochenen Leistungen erwirtschaften.

Lebensversicherungen

Die Lebensversicherer haben nach Schätzung der ARD (Plusminus vom 17.3.09) 55 Milliarden der HRE geliehen. Die Lebensversicherer haben dafür keine Sicherheiten erhalten. Diese 55 Milliarden sind natürlich zum Großteil im Deckungsstock der Überschussbeteiligungen enthalten. Die Überschüsse für die LV gingen dadurch entsprechend zurück.

Pfandbriefe

Bürger und Versicherer haben weiter Pfandbriefe für ca. 100 Milliarden Euro bei der HRE angelegt. Aufgrund des Wesens der Pfandbriefe, die mit Grundschulden besichert sind, sieht es hier nicht so schlecht aus, wenngleich auch alle Experten nicht wollen, dass diese Sicherheiten in Anspruch genommen würden. Wieso, konnte mir noch niemand so genau erklären.

Insolvenz der HRE

Daher können sich weder Staat noch Bürger eine Insolvenz der Hypo Real Estate leisten – weder finanziell noch psychologisch.

Weitere Meinungen

Betrachtet man die Zitate und Aussagen im Verlauf der Krise, gibt einem das schon zu denken. Letzter Schritt scheint vorerst die gesetzliche Zwangsenteignung zu sein, wenngelcih die bissigen Kommentare dazu wohl eher als verhalten bezeichnet werden können. Die FDP hat nun einen Untersuchungsausschuss beantragt.
Mehr Gedanken und mögliche Antworten zur HRE findet Ihr bei DasDenken und beim BlogohneNamen (beide absolut lesenswert).
Der Titel des Unternehmen des Jahres wird der Hypo Real Estate wohl nicht mehr zu nehmen sein. Obwohl, man soll das Jahr nicht vor dem Ende…

Garantiezins, stille Lasten der Versicherungen

Garantiezins und stille Lasten bei Lebens-Versicherungen

Garantiezins und stille Lasten bei Versicherungen

Stille Lasten sind das Gegenstück der stillen Reserven. Werden daher in Bilanz oder GuV Vermögenswerte überbewertet oder Schulden unterbewertet, steht das Unternehmen tatsächlich schlechter dar, als es auf dem Papier der Fall ist. Mit solchen stillen Lasten haben aufgrund der Kursverluste und Wertverluste an den Börsen die Versicherungen, vor allem die Lebensversicherungen, zu kämpfen.

Garantiezins bei Lebensversicherungen

Denn vor allem Lebensversicherungen garantieren einen bestimmten Mindestzins. Dieser ist zwar regelmäßig nicht hoch, aber das ist relativ. Die Versicherungen garantieren also eine bestimmte Mindestverzinsung, versuchen selbst mehr Zinsen zu erwirtschaften und geben ggf. einen Teil davon wieder an den Versicherungsnehmer weiter.
Die Finanzkrise führte zu Verlusten, auch für die Versicherungen. Damit fielen deren Renditen und der Garantiezins könnte nun teilweise gar nicht mehr erreicht werden.
Bei den Lebensversicherungen variiert der garantierte Zins je nach Abschlussjahr. Im Schnitt müssen die Verischerer aber 3,6 % erwirtschaften. Dass der Kapitalmarkt derzeit auch für Großanleger nicht so viel hergibt, können Sie bei jeder seriösen Bank bei der Konditionsanfrage erfahren.

Stille Lasten ein Risiko bei Versicherungen?

Die meisten Versicherungen haben aus dem Börsencrash 2002/2003 gelernt, wenngleich viele Versicherungen auch die Jahre danach noch mit den Folgen kämpfen mussten (vgl. Manager Magazin). Die Aktienquote dürfte daher bei den meisten Versicherungen gering sein. Allerdings würden etwa mit einer Pleite der arg bedrohten Hypo Real Estate auch sicher geglaubte Papiere in Gefahr kommen. Auch daher begründet sich auch der Status systemrelevant, was derzeit zu unglaublicher Bedienmentalität führen kann.

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