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Schlagwort: Nettoeinkommen

Wie viel verdient ein Arzt?!

Bei den aktuellen Honorarverhandlungen für 2015 zwischen den niedergelassenen Kassen-Ärzten und den Krankenkassen verschlagen die Forderungen der Ärzte einem unvoreingenommenen Betrachter die Sprache. Die Ärzte fordern 5 Milliarden Euro – mehr für 2015. Je nach Berechnung wären das im Schnitt 15% mehr Honorar. Dabei liegt der Durchschnittsgewinn je Praxis bereits bei 166.000 Euro, sofern man dem Statistischen Bundesamt glaubt. Wie viel verdient ein Arzt?

Steuerbelastung in Deutschland

Jedes Jahr bei Abgabe der Steuererklärung ärgert man sich über die gefühlt extrem hohe Steuerbelastung in Deutschland und sinniert über eine Auswanderung beispielsweise nach Dubai, wo (theoretisch) keine Steuerpflicht bestünde. Aber ist die Steuerbelastung in Deutschland tatsächlich so hoch oder täuscht man sich hier? Die zahlreichen Steuererhöhungen verbunden mit einer ausufernden Staatsverschuldung, Inflation sowie ausbleibenden Lohnerhöhungen bringen da manchen Steuerzahler auf die Palme.

Die kalte Progression

Im Rahmen des zweiten Konjunkturpaktes der Regierung fällt die „kalte Progression“ als Stichwort immer wieder. Was ist nun die kalte Progression, was macht die kalte Progression aus und wo liegt das Problem? Gerade als Sparer und Steuerzahler sollte man dieses Thema einmal verstanden haben. Denn dieses Wissen dient nicht nur dem Verständnis hinsichtlich des Begriffs kalte Progression, sondern könnte durchaus Folgen für weitere Investitions- und Sparüberlegungen haben.

Was ist die kalte Progression?

Was die kalte Progression ausmacht

Was die kalte Progression ausmacht

Wir sind im Steuerrecht. Die letzten Jahrzehnte gab es in Deutschland eine Inflation. Das bedeuted, die Kaufkraft des Geldes wird weniger, das Geld also weniger wert.
Wer also 1990 umgerechnet 2.000 Euro verdient hatte, konnte sich damals mehr leisten als wenn dieser heute 2.000 Euro verdient. Daher sind über die letzten Jahrzehnte die Einkommen laufend gestiegen – meist allein, um die tatsächliche Kaufkraft zu erhalten.

Der Steuertarif (ab wieviel Euro zu versteuernden Einkommens welcher Satz an Steuern abzugeben ist) hat sich in dieser Zeit aber kaum geändert. Durch die inflationsbedingten Einkommenssteigerungen zahlen wir laufend mehr Steuern. So haben sich die Einkünfte etwa von 1980 bis 1990 verdoppelt, der Zeitpunkt an dem man den Spitzensteuersatz zahlen muss, aber nicht.

Dadurch erhöhen sich schleichend automatisch auch die Steuereinnahmen. Das nennt man stille oder kalte Progression. Progression bedeutet, dass besser Verdienende einen höheren Anteil als Geringverdiener als Steuern abgeben müssen.

Wie viel macht die kalte Progression aus?

Laut einer aktuellen Berechnung des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) flossen dem Fiskus allein durch die kalte Progression zwischen 2001 und 2006 ganze 63 Milliarden Steuereinnahmen zu.
Das macht also eine Menge aus, die man zudem nicht konkret vor dem Wähler rechtfertigen muss.

Wie ist das in anderen Ländern?

Viele Länder sind gesetzlich verpflichtet, diese kalte oder stille Progression auszugleichen. Zahlreiche eursopäische Länder haben keine Progression (wer mehr verdient zahlt auch einen größeren Anteil), sondern eine Einstufensteuer (ein einziger Prozentsatz für alle). Damit stellt sich das Problem nicht.

Was macht das Konjunkturpaket mit der kalten Progression?

Allen Ankündigungen zum Trotz: gar nichts. Lediglich der Grundfreibetrag wird auf 8.000 Euro erhöht. Das bringt 3,5 Milliarden Euro, also pro Steuerzahler etwa 4,20 Euro pro Monat.
Die nächste Currywurst geht also auf den Fiskus. Ob’s der Konjunktur nützt, wird sich zeigen. Optimistisch sind allerdings die wenigsten.
Zuletzt stirbt bekanntlich die – große Steuerreform.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Was sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise? Die negativen Schlagzeilen sprechen teilweise vom Krisenjahr 2009. Dabie scheint 2011 jedenfalls nicht viel besser betitelt zu werden. Die Schuldenkrise, die Vertrauenskrise usw. werfen ihre Schatten voraus. Was sind die Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise, die offenbar bei den Bürgern so noch nicht angekommen ist, sofern man das Weihnachtsgeschäft betrachtet.

Verbraucher: Kaufzurückhaltung

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Folgen und Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Verbraucher reagieren einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge mit Kaufzurückhaltung auf die Wirtschaftskrise als eine der Auswirkungen der Finanzkrise.
67% suchen nach Sonderangeboten, 47% verzichten auf größere Anschaffungen, 45% bevorzugen Discounter, 40% bzw. 38% sparen bei Kleidung und Urlaub.
Immerhin 20% fürchten in den kommenden Monaten um ihren Arbeitsplatz.
Fast 50% gaben an, vom vergangenen Aufschwung nicht profitiert zu haben und einen schlechteren Lebensstandard im Vergleich der zurückliegenden 10 Jahre zu haben.
Ca. 33 % befürchten eine Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation.
Die Umfrage zu Reichtum und Armut in Deutschland führt diesen Gedanken weiter. Ich bin gespannt auf die vorläufigen Ergebnisse, also bitte zahlreich teilnehmen.

Mittelstand: Pessimismus oder Realismus

Im Rahmen des Deutschen Mittelstandsbarometers (DMB) wurden im Herbst knapp 2.500 Mittelständler befragt. Markt und Mittelstand veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe die neuen Ergebnisse.
So wird das Konjunkturklima deutlich schlechter eingeschätzt als noch 2008. Vor allem kleinere Betriebe fürchten um die Finanzierung (Stichwort: Kreditklemme). Ansonsten rückten die Bürokratie sowie hemmendes Arbeitsrecht mehr in den Fokus der Unternehmer.

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