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Schlagwort: Rezession

Goldreserven der EU Staaten

In Zeiten steigender Staatsschulden und drohender Staatspleiten rückt der Fokus auf die Goldreserven der EU Staaten. Auch in Deutschland ebbt der Ruf nach mehr Kontrolle der Goldreserven nicht ab. Die überwiegend in den USA lagernden Goldreserven Deutschlands sollen jedenfalls zur Kontrolle „importiert“ werden. Doch wie steht es eigentlich um die Goldreserven Deutschlands und der anderen EU Staaten? Eine interessante Grafik zeigt anschaulich, wie es um die Goldreserven der Staaten bestellt ist.

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit und damit auch Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt ist derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise ein permanentes Thema. Meist wird man sogar im persönlichen Umfeld mit Menschen zu tun haben, die aufgrund Kurzarbeit nun Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt erhalten. Da die Meldungen nicht abreißen, grund genug, sich das Kurzarbeitergeld genauer anzuschauen.

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld (Kug)

Das Arbeitsamt Die Arbeitsagentur bietet eine ganze Reihe finanzieller Hilfen – nicht nur für Arbeitslose Arbeitsuchende und Existenzgründer. Das Kurzarbeitergeld gibt es bei – richtig – Kurzarbeit. Beim Kurzarbeitergeld werden drei Ursachen unterschieden.

  1. Konjuknurelles Kurzarbeitergeld (Kug) – wenn die normale Arbeitszeit vorübergehend gekürzt wird aufgrund wirtschaftlicher Rezession oder unabwendbaren Ereignissen
  2. Saisonales Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) – das bekannte Schlechtwettergeld, wenn aufgrund saisonaler Schwankungen eine ansonsten drohende Arbeitslosigkeit vermieden wird
  3. Transferbedingtes Kurzarbeitergeld/ Transferkurzarbeitergeld – für sinnvolle Maßnahmen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Abgesehen von den Transfergesellschaften, in die frühere Arbeitnehmer bei Insolvenzen oft übergeführt werden, dürfte das konjukturelle Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt das derzeit am häufgisten beanspruchte sein. Die Bilanzen der Arbeitsagenturen dürften auf jeden Fall jetzt schon eine sprunghaft gestiegene Belastung aufweisen.
Dabei ist interessant, das die Regelbezugsfrist, also die Dauer („vorübergehend“) durch Verordnung vom 26.11.08 nun auch 18 Monate ansteigen darf (zumindest bis Ende 2009). Der Bezug von Kurzarbeitergeld setzt u.a. dringende betriebliche Erfordernisse voraus.
Dabei sind dies oft die größten Probleme. Denn Arbeitgeber versuchen aus der Krise das beste zu machen und die Arbeitnehmer in Zeiten der Kurzarbeit weiterzubilden, weiter zu qualifizieren. Doch diese Bildungsmaßnahmen müssen planbar sein und nehmen Zeit in Anspruch. Bräuchte man die Mitarbeiter aber dann kurzfristig wieder länger, wird es mangels Flexibilität schwierig. Daher sind meist flexible Arbeitsverhältnisse besser als eine bis zu 80%ige Förderung.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Was sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise? Die negativen Schlagzeilen sprechen teilweise vom Krisenjahr 2009. Dabie scheint 2011 jedenfalls nicht viel besser betitelt zu werden. Die Schuldenkrise, die Vertrauenskrise usw. werfen ihre Schatten voraus. Was sind die Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise, die offenbar bei den Bürgern so noch nicht angekommen ist, sofern man das Weihnachtsgeschäft betrachtet.

Verbraucher: Kaufzurückhaltung

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Folgen und Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Verbraucher reagieren einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge mit Kaufzurückhaltung auf die Wirtschaftskrise als eine der Auswirkungen der Finanzkrise.
67% suchen nach Sonderangeboten, 47% verzichten auf größere Anschaffungen, 45% bevorzugen Discounter, 40% bzw. 38% sparen bei Kleidung und Urlaub.
Immerhin 20% fürchten in den kommenden Monaten um ihren Arbeitsplatz.
Fast 50% gaben an, vom vergangenen Aufschwung nicht profitiert zu haben und einen schlechteren Lebensstandard im Vergleich der zurückliegenden 10 Jahre zu haben.
Ca. 33 % befürchten eine Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation.
Die Umfrage zu Reichtum und Armut in Deutschland führt diesen Gedanken weiter. Ich bin gespannt auf die vorläufigen Ergebnisse, also bitte zahlreich teilnehmen.

Mittelstand: Pessimismus oder Realismus

Im Rahmen des Deutschen Mittelstandsbarometers (DMB) wurden im Herbst knapp 2.500 Mittelständler befragt. Markt und Mittelstand veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe die neuen Ergebnisse.
So wird das Konjunkturklima deutlich schlechter eingeschätzt als noch 2008. Vor allem kleinere Betriebe fürchten um die Finanzierung (Stichwort: Kreditklemme). Ansonsten rückten die Bürokratie sowie hemmendes Arbeitsrecht mehr in den Fokus der Unternehmer.

Goldpreisentwicklung

Die Goldpreisentwicklung war , ist und bleibt auch in ein spannendes Thema. Denn die Entwicklung des Goldpreises ist maßgeblich für die Anlageentscheidung in Gold. Meist investiert man in Gold, um krisensicher und inflationssicher Geld anzulegen. Über lange Zeiträume bringt Gold allerdings keine guten Renditen. Betrachtet man aber die letzten Jahre für sich, war Gold durchaus beliebt. Die hohe Nachfrage trieb den Goldpreis deutlich nach oben. Nun ist er wieder ein Stück weit gefallen. Die Prognosen der Experten überschlagen sich nach wie vor. Nimmt die Unsicherheit an den klassischen Finanzmärkten weiter zu… Wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Der Goldpreis – was man wissen muss

Der Goldpreis schwankt mittelfristig deutlich weniger als beispielsweise Aktienpreise. Daher sollte man sich nicht von kurzfristigen Preisänderungen (Volatilität) beeindrucken lassen. Wie teuer Gold noch wird und wohin die Preisentwicklung geht, hängt von vielen Annahmen ab. Mehrheitlich wird der Goldpreis indirekt durch den Kaufkraftverlust und Vertrauensverlust der Währungen bestimmt.
Entgegen vieler Meinungen ist die Goldmenge nicht soo klein, sie wächst nur geringer als beispielsweise derzeit die Geldmenge. Im Durschnitt wächst der Goldbestand nur 1,5% pro Jahr.

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Die Goldpreis-Entwicklung in und

Goldpreis - wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Goldpreis - wohin geht die Goldpreisentwicklung?

Wenn Sie heute zu Ihrer Bank gehen und in Gold investieren sowie dieses (meist überraschend winzige) Stück Gold real erhalten möchten, dürften Sie Pech haben oder einige Wochen Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Denn die reale Goldmenge für solche Zwecke ist praktisch vergiffen.
Das ist auch der Grund für die hohe Nachfrage nach Zahngold oder Altgold. So stehen meist schon vor jedem Supermarkt die Kundenstopper solcher (dubioser?) Anbieter. Tatsächlich kann es sich jedoch derzeit lohnen wie noch nie, alten unbenutzen aber hochwertigen Schmuck einzutauschen und dafür in etwa den Goldwert als Bargeld zu erhalten.
Wenn nun der enorme Geldbedarf der USA zu der von manchen erwarteten Inflation führt, könnte die Nachfrage nach Gold die Goldpreisentwicklung weiter anfachen. Tom Fitzpatrick (technischer Chefstratege der Citigroup) rechnet bei einem Szenario sogar mit einem Inflationsschock.
Allerdings halten die Notenbanken sehr große Goldvorräte. Wenn diese sich entschließen Teile davon zu verkaufen, würde das spürbar den Goldpreis senken. Bisher sind die Notenbanken jedoch sehr, sehr zurückhalten und wehren sich gegen den steigenden Verkaufsdruck.

Wohin der Goldpreis sich entwickelt weiß keiner. Niemand. Allerdings flüchten in Krisenzeiten und instabilen Zeiten viele Anleger in Gold. Wenn also die Rezession sprübar(er) wird und ggf. China wie offenbar geplant die Goldreserven von 600 auf 4000 Tonnen austockt, dürfte der Goldpreis weiter ansteigen. Vielleicht sollte man sich entsprechende Indexzertifikate einmal genauer ansehen. Denn Gold als Inflationsschutz wird immer interessanter, je mehr Zweifel am Euro und der Staatsverschuldung aufkommen.
Spannend ist auch, wenn man den Goldpreis inflationsbereinigt betrachtet. So könnte man sich beispielsweise vor ca. 50 Jahren mit der gleichen Menge Gold in etwa Gegenstände der gleichen Kaufkraft leisten. Der reale Goldwert bliebt damit über einen langen Zeitraum sehr konstant. Die aktuellen Preissteigerungen sind aber natürlich auch Grund zur Vorsicht. Denn immer wenn institutionelle Spekulanten die Kurse beeinflussen, sind diese von realen Gründen teilweise abgekoppelt. Das Risiko wird dadurch höher, soweit der Preis nicht mehr begründbar wird. Im Gegensatz zu Immobilien hat Gold allerdings einen wesentlichen Vorteil: es ist mobil und flexibel sowie einfacher bewertbar.
Letztlich dürfte daher das Vertrauen der breiten Bevölkerung in Konjunktur, Weltwirtschaft und Euro-Stabilität bzw. USA-Stabilität der wichtigste Einflussfaktor auf den Goldpreis sein.

Was man beim Goldkauf beachten sollte

Gold selbst bringt keine Rendite, es findet keine Wertschöpfung statt. Auch sind bereits sehr kleine Stückelungen beispielsweise in gängigen Goldmünzen relativ teuer. Will man dazu noch etwas flexibel bleiben, muss man für physisches Gold schon etwas Geld investieren. Dazu kommt aber noch das Aufgeld als Provision/ Lohn für Prägeanstalt und Händler. Daher sollte man sich eine Investition in physisches Gold unabhängig vom aktuellen Goldpreis und dessen Entwicklung genau überlegen.

Negativer Gewinn

Negativer Gewinn - was soll das?

Negativer Gewinn - was soll das?

Negativer Gewinn steht in den Printmedien dieser Tage im Wirtschaftsteil fast in jedem Interview. Was soll das, negativer Gewinn?

Was ist negativer Gewinn?

Das ganze Wortgebilde „negativer Gewinn“ hat zwei Ursachen. Erstens eine betriebswirtschaftliche Nomenklatur und zweitens eine marketing-psychologische Komponente.
Realiter ist negativer Gewinn einfach ein Verlust. Ein Unternehmen hat mehr Ausgaben als Einnahmen. Das ist in der aktuellen Krisenlage (Immobilienkrise, Börsenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise) nichts besonderes.

Negatives Wachstum

Aus genau den gleichen Gründen spricht etwa die Politik von geringem oder besser negativem Wachstum. Es soll einfach das Wort Rezession vermieden werden, genauso wie bei negativem Gewinn das Wort Verlust nicht fallen soll. Denn das menschliche Gehirn kann keine Logik speichern. Das ist etwa in der Sportpsychologie das Wort nicht verboten. Denn bei „nicht langsamer werden“, wird man automatisch langsamer, da das Gehirn im Unterbewusstsein die Verneinung nicht verarbeiten kann.

Auswirkungen der Finanzkrise

Auswirkungen der Finanzkrise

Auswirkungen der Finanzkrise

Was sind eigentlich die ersten Auswirkungen der Finanzkrise bei der „normalen“ Bevölkerung? Woran wird momentan gespart? Wie lange wird die Finanzkrise dauern und welche Spätfolgen kommen auf uns zu? Die Finanzkrise wird allerdings Dauerthema bleiben – so viel steht fest.

Folgen der Finanzkrise

Als Ausgangsüberlegung zu den Auswirkungen der Finanzkrise nehme ich an, dass man zuerst dort zu sparen beginnt, wo die Lebensqualität nicht spürbar leidet. Betroffen dürften also in erster Linie sämtliche Luxusausgaben sein.
Meist hört man von weniger Buchkäufen oder Urlaubsreisen. Nun hat es auch das Lotto getroffen. Auf den ersten Blick logisch.

Die Finanzkrise erreicht das Lotto

Der Umsatz beim Lotto verzeichnete einen Rückgang um 12,3% auf 6,04 Milliarden Euro im Vergleich zu 2007. Das meldete Toto-Lotto Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart. So viele t in einem Satz ;-).
Der Lottoverband macht aber nicht nur die Finanzkrise als Ursache dafür verantwortlich, sondern auch das Ausbleiben eines hohen Lotto-Jackpots von über 20 Millionen. Denn das zieht bekanntlich sehr, sehr viele Spieler an. Die strengeren Werbevorgaben des neuen Glückspielstaatsvertrages seien nicht wirklich maßgeblich für die Auswirkungen. Spannend wird es aber insoweit für 2009, wenn für Lotto im Internet keine Werbung mehr gemacht werden darf.

Zur Finanzkrise

Die Finanzkrise beschäftigt die Massenmedien seit – ja seit wann eigentlich? Hier kann Google aufgrund des Suchvolumens ein relativ kongruentes Abbild geben:

Finanzkrise

Finanzkriese

Man kann den zeitlichen Verlauf sowie das Verhältnis von Finanzkriese und Finanzkrise sehr gut erkennen. Denn Abfall für die letzten Wochen hätte ich allerdings nicht so stark erwartet. Scheinbar wirkt sich der verminderte unternehmerische Umsatz noch oder doch nicht so stark auf die Einkommen der Privathaushalte aus.

Aktuell bleiben vor allem nach wie vor gefährdete Banken und marode Unternehmen sowie deren staatliche Unterstützung im Gespräch. Die Finanzkrise hat sich nach Meinung vieler damit zu einer Wirtschaftskrise ausgeweitet, da das Geldsystem praktisch Grundlage für das Funktionieren der Wirtschaft ist. Auch wenn zu Wahlkampfzeiten negative Themen selten sind, die unerfassbare Staatsverschuldung dringt dennoch immer wieder an die mediale Oberfläche.

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