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Kategorie: Kredite

Kredite ist die beliebteste Kategorie im Rahmen des Finanzen Weblogs. Aufgrund der sehr wenigen Kategorien soll das Thema Kredite bzw. Kredite sachlich weit ausgelegt werden, um auch alle Beitrage passend einordnen zu können. Neben den klassischen Kreditformen und Tipps zu Krediten in engerem Sinne finden Sie auch Beiträge zu Verschuldung, Insolvenz, Staatsverschuldung, Steuern und beispielsweise Subventionen.

Leitzinsen und die Auswirkungen von Leitzinsschwankungen

Die Europäische Zentralbank herrscht als Mutter aller Banken in Europa über die Wirtschaftslage auf dem Kontinent und kann diese mit dem Leitzins als wichtigstes Instrument beeinflussen. Der Leitzins ist der Zins, zu dem die europäischen Baken Geld bei der EZB (Europäische Zentralbank) aufnehmen, um es an ihre Kunden weiterzureichen, sozusagen der erste Zins, bestimmt vom finanziellen Oberhaupt Europas.

Jetzt eine Immobilie kaufen?!

Aktuell treibt die Nachfrage die Immobilienpreise in Ballungsgebieten in enorme Höhen. Wie im vorigen Artikel beschrieben, ist vor allem die anhaltende Niedrigzinspolitik eine wesentliche Ursache. Solange die Zinsen also so gering bleiben, drängt Kapital in den Immobilienmarkt. Ist des daher sinnvoll, gerade jetzt eine Immobilie zu kaufen?

Die Kosten des Berliner Flughafens BER

Der neue Flughafen Berlin Brandenburg, kurz BER, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Vor allem die immer neuen Kostenschätzungen in neuen Milliardenhöhe lassen aufhorchen. Dazu kommen viele eigentlich unnötige Kosten, welche durch die Verzögerungen entstehen. So skurril diese Kostenentwicklung im ersten Moment erscheinen mag, so teuer wird das für den Steuerzahler. Diese begreift aber nur, wer Astronomie studiert hat oder gerne in Millionen oder Milliarden Euro rechnet.

Die Folgen einer Griechenland-Pleite für Deutschland

Über die Folgen einer Pleite Griechenlands wurde in den letzten Wochen viel geschrieben. Noch mehr wurde über die Milliardenhilfen Deutschlands für marode EU-Staaten, allen voran Griechenland, geschrieben. Doch kaum jemand weiß, dass Deutschland real erst relativ geringe Summen an Griechenland bezahlt hat. Der überwiegende Großteil sind nur übernommene Bürgschaften. Nur, solange Griechenland nicht Pleite geht. Daher darf aus Deutscher Sicht Griechenland insoweit nicht pleitegehen. Denn dann ist der Titel Zahlmeister Deutschland definitiv zutreffend.

Agrarsubventionen der EU

Die Agrarsubventionen der EU sorgten schon häufiger für Kopfschütteln. Ende September 2010 steht der EU-Haushalt von 2014 bis 2020 vor der Tür. Wer sich mit den Plänen befasst, wird um die Agrarsubventionen der EU nicht herumkommen. Übrigens wird es auch für Deutschland teuerer werden. Das Kopfschütteln über die Pläne im Allgemeinen und die Agrarsubventionen im Besonderen wird noch größer wenn man sich das im Detail ansieht.

Steuerzahlerbund tritt Regierung

Eine aktuelle Kampagne des Steuerzahlerbundes Bayern tritt die Regierung in den Allerwertesten. Die Aktion heißt „In den Arsch treten„. Auf der gleichnamigen Webseite findet man die 7 Hauptforderungen (vgl. Steuerverschwendung und Staatsschulden) sowie interessante Zahlen zur Staatsverschuldung (Schuldenfalle).

So schätzt der Steuerzahlerbund die Neuverschuldung Deutschlands im Jahr 2009 auf satte 140 Milliarden Euro. In 1-Euro-Münzen würde diese Geldmenge aneinandergereiht ganz 81mal um den Äquator reichen. Zudem verzehnfacht sich die Verschuldungsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wären die Steuereinnahmen auf 550 Milliarden Euro gestiegen – 110 Milliarden Euro mehr als noch 2005.

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Ganz egal, ob man die Meinung des Steuerzahlerbundes im Ergebnis teilt oder nicht, diese enormen Summen machen selbst einen Lottogewinn wieder fast lächerlich. Auch sind die weiteren Punkte des Steuerzahlerbundes meist unstreitig unterstützungswürdig. Die fehlende Professionalität und Solidität in der Gesetzgebung, höhere Abgaben bei weniger Leistung am anderen Ende  des Bürgers und zudem medienwirksame Staatshilfen in Milliardenhöhe für Großunternehmen, Banken und staatliche Unternehmen. Auch der Vorschlag der Amtsuntreue im Strafgesetzbuch hat was. Den sollte man gleich um Steuerverschwendung und Fördergeldermissbrauch erweitern.

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit und damit auch Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt ist derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise ein permanentes Thema. Meist wird man sogar im persönlichen Umfeld mit Menschen zu tun haben, die aufgrund Kurzarbeit nun Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt erhalten. Da die Meldungen nicht abreißen, grund genug, sich das Kurzarbeitergeld genauer anzuschauen.

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld (Kug)

Das Arbeitsamt Die Arbeitsagentur bietet eine ganze Reihe finanzieller Hilfen – nicht nur für Arbeitslose Arbeitsuchende und Existenzgründer. Das Kurzarbeitergeld gibt es bei – richtig – Kurzarbeit. Beim Kurzarbeitergeld werden drei Ursachen unterschieden.

  1. Konjuknurelles Kurzarbeitergeld (Kug) – wenn die normale Arbeitszeit vorübergehend gekürzt wird aufgrund wirtschaftlicher Rezession oder unabwendbaren Ereignissen
  2. Saisonales Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) – das bekannte Schlechtwettergeld, wenn aufgrund saisonaler Schwankungen eine ansonsten drohende Arbeitslosigkeit vermieden wird
  3. Transferbedingtes Kurzarbeitergeld/ Transferkurzarbeitergeld – für sinnvolle Maßnahmen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Abgesehen von den Transfergesellschaften, in die frühere Arbeitnehmer bei Insolvenzen oft übergeführt werden, dürfte das konjukturelle Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt das derzeit am häufgisten beanspruchte sein. Die Bilanzen der Arbeitsagenturen dürften auf jeden Fall jetzt schon eine sprunghaft gestiegene Belastung aufweisen.
Dabei ist interessant, das die Regelbezugsfrist, also die Dauer („vorübergehend“) durch Verordnung vom 26.11.08 nun auch 18 Monate ansteigen darf (zumindest bis Ende 2009). Der Bezug von Kurzarbeitergeld setzt u.a. dringende betriebliche Erfordernisse voraus.
Dabei sind dies oft die größten Probleme. Denn Arbeitgeber versuchen aus der Krise das beste zu machen und die Arbeitnehmer in Zeiten der Kurzarbeit weiterzubilden, weiter zu qualifizieren. Doch diese Bildungsmaßnahmen müssen planbar sein und nehmen Zeit in Anspruch. Bräuchte man die Mitarbeiter aber dann kurzfristig wieder länger, wird es mangels Flexibilität schwierig. Daher sind meist flexible Arbeitsverhältnisse besser als eine bis zu 80%ige Förderung.

Rettet die Staatsverschuldung

Trotz kaum vorstellbarer Schulden (siehe Schuldenfalle) steigt die Staatsverschuldung immens an. Grund ist die Finanzkrise und Wirtschaftskrise. In Summe 150 Milliarden Euro nach aktuellen Schätzungen (Focus 4/09, S. 17) neue Schulden allein 2009 sprengen jeden Rahmen. Die Regierung will argumentativ beschwichtigend auf die enormen Altschulden der DDR, die man ebenfalls mitübernommen und von 1996 bis 2008 komplett getilgt hat, abheben. Fehlt nur noch ein Ehrenwort des Finanzministers. Kritischen Stimmen zufolge hat man diese Altschulden aber auch mit neuen Schulden erkauft, so dass von Tilgen im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein könne.

Bevor man über das Für und Wider sowie die Einzelmaßnahmen nachdenkt, sollte man sich erst einmal die Verhältnisse klar machen.
Jahr Nettoneuverschuldung in Euro:

  • 2000: 23.800.000.000
  • 2001: 22.800.000.000
  • 2002: 31.800.000.000
  • 2003: 38.600.000.000
  • 2004: 31.200.000.000
  • 2005: 39.500.000.000
  • 2006: 27.900.000.000
  • 2007: 14.300.000.000
  • 2008: 11.500.000.000
  • 2009: 150.000.000.000
  • 2010: 70.000.000.000

2009 und 2010 aktuelle Schätzungen des Bundesfinanzministeriums!

Rettet die Staatsverschuldung

Rettet die Staatsverschuldung

Die Staatsverschuldung beträgt derzeit nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler – tja mit derzeit ist das so eine Sache, da die Staatsverschuldung pro Sekunde um 4.439 Euro wächst – 1.521.076.173.812 Euro. Bei solchen Zahlen würde wohl selbst Fußballprofis etwas mulmig.
Im Vergleich zur USA sind aber auch das nur Sümmchen. Es wird geschätzt, dass die USA 2009 1.186 Milliarden USD an Neuverschuldung einfahren. Alle Industristaaten kommen zusammen 2009 gerade mal auf ca. 3.000 Milliarden USD.
Abwrackprämie will ich als doppeltdeutig in diesem Zusammenhang aber nicht bemühen.

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