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Negativer Gewinn

Negativer Gewinn - was soll das?

Negativer Gewinn - was soll das?

Negativer Gewinn steht in den Printmedien dieser Tage im Wirtschaftsteil fast in jedem Interview. Was soll das, negativer Gewinn?

Was ist negativer Gewinn?

Das ganze Wortgebilde „negativer Gewinn“ hat zwei Ursachen. Erstens eine betriebswirtschaftliche Nomenklatur und zweitens eine marketing-psychologische Komponente.
Realiter ist negativer Gewinn einfach ein Verlust. Ein Unternehmen hat mehr Ausgaben als Einnahmen. Das ist in der aktuellen Krisenlage (Immobilienkrise, Börsenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise) nichts besonderes.

Negatives Wachstum

Aus genau den gleichen Gründen spricht etwa die Politik von geringem oder besser negativem Wachstum. Es soll einfach das Wort Rezession vermieden werden, genauso wie bei negativem Gewinn das Wort Verlust nicht fallen soll. Denn das menschliche Gehirn kann keine Logik speichern. Das ist etwa in der Sportpsychologie das Wort nicht verboten. Denn bei „nicht langsamer werden“, wird man automatisch langsamer, da das Gehirn im Unterbewusstsein die Verneinung nicht verarbeiten kann.

Die 1-Euro-Strategie von McDonald’s

1 Euro Strategie von McDonalds

1 Euro Strategie von McDonalds

Auch wenn es die Telefonnummer der Verkäuferin im bekannten Fernsehspot nicht zu kaufen gibt, die Werbung wirkt. Denn die Marketing-Strategie von McDonald’s mit den 1-Euro-Produkten („alles für einen Euro“) bzw. 1-Dollar-Produkten geht auf.

Preis, Finanzkrise und Ergebnis

Diese günstigen Lockangebote ziehen zunehmend mehr Kunden in die Filialen der Franchise-Kette. Die Finanzkrise verstärkt diesen Effekt noch, da eine Verlagerung von teueren Restaurants zu preiswerten Verpflegungsmöglichkeiten stattfindet. Schließlich sparen die Bürger soweit möglich oder nötig auch beim Essen.

Durchschnittlicher Bestellwert

Allerdings stieg der durchschnittliche Bestellwert auf zuletzt 10 Dollar an (Focus Money 47/2008, S.15). Von tatsächlichem Sparen kann realiter beim Kunden also nicht die Rede sein. Ein vermeintlich günstiges Essen als Entscheidungshilfe reicht offenbar.

Die McDonalds-Strategie geht auf

McDonald’s verdiente dabei im dritten Quartal 2008 1,2 Mrd. Dollar und damit 11% mehr als im Vergleichszeitraum 2007. Der Umsatz stieg ebenfalls auf 6,3 Mrd. Dollar (entspricht 6%).

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