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Entwicklung der Vermögensverteilung

Die Entwicklung der Vermögensverteilung ist nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen und sozialpolitischen Erwägungen heraus interessant, sondern beispielsweise im Rahmen der Finanzkrise (vgl. Gewinner der Finanzkrise) besonders bemerkenswert. Der aktuelle Global Wealth Report 2010 bietet daher wieder einmal einige sehr nachdenkenswerte Fakten zur Vermögensverteilung.

Entwicklung der Reichen-Haushalte

Entwicklung der Vermögensverteilung

Entwicklung des Vermögens

Im Krisenjahr 2009 stieg die Zahl der Millionärshaushalte in Deutschland um satte 23% im Vergleich zu 2008. Der absolute Wert liegt damit bei 430.000.
Global betrachtet, sieht das Bild ähnlich aus, dennoch war die Entwicklung der Vermögensverteilung weniger stark ausgeprägt wie in Deutschland. So stieg der Millionärsanteil „nur“ um 14% (11,2 Millionen Haushalte absolut).
Deutschland ist beim Zuwachs der Millionäre aber nicht Spitzenreiter. Diese Liste der Vermögensverteilung führen Signapur (35%), Malaysia (33%) und die Slowakei (32%) vor Chona (31%) an.

Finanzkrise egalisiert

Der Studie Global Wealth zufolge sind damit die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 wieder egalisiert – zumindest rein vermögenstechnischer Natur. Denn durch die Erholung der Finanzmärkte konnten die Verluste mittlerweile wieder ausgeglichen werden. Dies erstaunt doch, da vor allem die am Kapitalmarkt investierten, eher reicheren Haushalte eben durch die Finanzkrise besonders getroffen wurden. Dass diese Haushalte nun schon wieder auf dem vorigen Niveau angelangt sind, während die private Verschuldung der eher ärmeren Haushalte stagniert, war vielleicht zu erwarten, die Zeitspanne erscheint dafür jedoch sehr kurz. Betrachtet man zudem die Unsicherheit der Anleger und die Entwicklung des Goldpreises dafür als Indiz, zeigt offenbahr die reichere Schicht Risikobereitschaft sowie Investitionsvermögen auch nach herben Verlusten.

Vermögensverteilung weltweit

So hatten 2009 weltweit nicht einmal 1% aller Haushalte eine Vermögen von über 1 Million Dollar. Diese wenigen Haushalte besitzen allerdings 38% aller Vermögenswerte weltweit. Interessant ist noch, dass Europa insgesamt mit Vermögenswerten von 37,1 Billionen Dollar die reichste Region der Welt ist. Die „alternativlose“ Rettung des Euro steht dazu wohl nur im vermeintlichen Widerspruch.

Gründe für die Wahl der (Haus)Bank

Gründe für die Wahl der (Haus)Bank

Auswahl der Bank

Was sind eigentlich die Gründe für oder gegen die Wahl einer Bank? Wieso ist man bei dieser (Haus)Bank? Die Berichte mit provisionserdrückten Bankverkäufern reißen nicht ab, ebensowenig die Spekulationen und irrealen Zinsversprechen. So manche Bank versucht es mittlerweile sogar mit neuem Namen. Wieso rennen also Kunden zu dieser Bank – oder zu einer anderen? Gute Frage.

Was Bank-Kunden wollen

Persönlich bin ich der Meinung, dass die meisten Menschen kapieren, dass drei Sternchen hinter einer Prozentzahl die Zahl an sich schon wieder überflüssig machen. Denn unterm Strich zählt das Ergebnis der Bank für ein Angebot dieser Bank. Das fordert schon das wirtschaftliche Leistungsprinzip – auch ganz ohne Leidenschaft.
Auch bin ich überzeugt davon, dass die meisten Menschen wissen, dass derzeit keine Zinsen über 2 Prozentpunkte drin sind, da die Banken selbst diese nicht vernünftig erwirtschaften können. Wer mehr bietet, muss auch mehr erwirtschaften – mit mehr Risiko. Wohin das führen kann, durften wir gerade miterleben und mit den Spekulationen mit Griechenland und dem Euro tagtäglich befürchten.
Allerdings glaube ich mittlerweile auch daran, dass die Gier im Menschen jegliche Vernunft eliminiert. Da ist ein Produkt besser, weil die Zahl in der Werbung größer oder der Monatsbeitrag doch deutlich niedriger ist als bei jährlicher Zahlungsweise.

Gründe für die Auswahl der Bank

YouGovPsychonomics AG, ein international tätiges Institut für Marktforschung, hat versucht durch Befragung die Antworten zu finden. Die Ergebnisse überraschen doch deutlich – und auch wieder nicht. Es folgen die Ergebnisse auszugsweise:

  1. Kostenlose Kontoführung
  2. gute Konditionen
  3. gut erreichbare Filialen
  4. viele Geldautomaten
  5. guter Ruf
  6. hohe Servicequalität
  7. hohe Beratungsqaulität
  8. persönlicher Kontakt

Es dürfte doch entscheidender sein, was man wirklich benötigt. Lieber 0,5% weniger Rendite für ein richtiges Produkt wie eine super Lebensversicherung, die man gar nicht braucht. Beratungsqaulität und -objektivität sollte meiner Meinung nach alles andere dominieren. So ginge Bank heute.

UPDATE: Nach einer Umfrage von Gallup Deutschland nimmt das Misstrauen gegenüber dem persönlichen Bankberater zu. So glauben auch 26%, dass die Bank nicht das hält, was sie verspricht. Daher erscheint es auch logisch, dass sich nur 14% an die Hausbank gebunden fühlen und keinen Wechsel erwägen.

Managergehälter trotzen Wirtschaftskrise

Managergehälter trotzen Wirtschaftskrise

Managergehälter trotzen Wirtschaftskrise

Wir erinnern uns: die Managergehälter waren vor der Wirtschaftskrise nicht nur politisch heiß diskutiertes Streitthema. Während der Wirtschaftskrise waren andere Themen wie HRE oder die Entwicklung der Rohstoffpreise im Vordergrund. Nachdem nun zumindest psychologisch wohl das Schlimmste überstanden ist, geht der Blick wieder auf die Managergehälter.

Managergehälter in Relation

Man kann sich dem Thema Managergehälter ja in zwei Richtungen widmen. Denn letzlich geht es immer um eine Verhältnismäßigkeit, an der man die Höhe bewerten kann. Da liegt zum einem das Verhältnis zum normalen „Durchschnittsangestellten“ nahe.
Als Rechtfertigung für die häufig 1000mal höheren Vorstandsbezüge werden immer zwei Gründe genannt.

1. Verantwortung rechtfertigt Managergehälter

Dabei hat zumindest aus meiner Sicht ein Top-Manager sogar weniger Verantwortung als derjenige, dessen persönliche Existenz vom Arbeitsplatz abhängt. Denn das eigene Überleben ist ja wohl noch das wichtigste Bedürfnis jedes Menschen. Hierfür spielen die Entscheidungen der Top-Manager aber praktisch keine Rolle. Vielleicht muss man die dritte Villa in Südspanien dann zwar verkaufen, aber wirklich lebendesbedrohlich wird es nicht werden – so oder so nicht. Eine wirkliche Managerhaftung auf persönlicher Ebene gibt es nicht – oder diese ist mit einer so genannten D&O (Directors-and-Officers-Liability-Police) Versicherung abgesichert. Also genau genommen kein Argument.

2. Internationaler Vergleich rechtfertigt Managergehälter

Zweitens wird quasi das internationale Gehältsniveau der Managergehälter angeführt, wobei eigentlich immer nur auf die USA verwiesen wird. Logisch, denn beispielsweise in Asien, liegt das Managergehaltsniveau um ein Vielfaches niedriger. Davon abgesehen gibt es auch gar keinen globalen Manager-Wettbewerb. Kaum ein deutscher Topmanager ist das bei einem ausländisches Unternehmen in den USA oder Asien. Ergo: schmarrn.

Managergehälter in Abhängigkeit

Als zweite Richtung kann man die Gehälter als logische Konsequenz aus bestimmten Abhängigkeiten zu begreifen versuchen. So sind derzeit nur etwa 1/3 festes Gehalt und 2/3 sind variabel bzw. bestehen aus Aktienoptionen. Damit hängen 2/3 unmittelbar am operativen Profit des Unternehmens. Das Gesetz zut nachhaltigen Unternehmensführung versucht genau an dieser kurzfristigen Denkweise anzusetzen, hat sich bislang aber nicht sonderlich bemerkebar gemacht.
Wenn nun im Zuge der Wirtschaftskrise die Profite gesunken sind (oft bis in die Verlustzone), dann müssten doch eigentlich logischerweise auch die Managergehälter gesunken sein, oder? Einerm aktuellen Bericht des Handelsblattes zufolge seien die Managergehälter 2008 nur um ca. 1 Millione gesunken und 2009 kaum gesunken.

Vorbild Warren Buffet

US-Investor-Legende und drittreichster Mensch der Welt Warren Buffet lebt noch heute im selben Haus, das er 1958 für etwas über 30.000 USD gekauft hat. Das wäre doch eine Aufnahme ins Gesetz zut nachhaltigen Unternehmensführung wert gewesen. Oder?

Steuersünder-CD bringt 2.500 Selbstanzeigen

Steuersünder-CD fördert Selbstanzeigen

Steuersünder-CD fördert Selbstanzeigen

Die Diskussion um den Ankauf der Steuersünder-CD brachte bislang satte 2.500 Selbstanzeigen. Damit refinanziert allein die lange Wartezeit die Kosten der Steuersünder-CD. Und der Druck verbreitet weiter Angst bei den Steuersündern, so dass sich spezialisierte Steuerrechtsanwälte mit einer stark wachsenden Zahl an Selbstanzeigen konfrontiert sehen. Steuerbewusstsein und Unrechtsbewusstsein scheinen sich von der Debatte um den Ankauf auf die Steuersünder und deren Gewissen zu übertragen.

Selbstanzeige im Steuerrecht

Steuerhinterziehung ist im deutschen Recht kein Kavaliersdelikt, erst recht wenn höhere Beträge im Spiel sind. Damit wären wir auch schon beim wohl einzigen wirklichen Druckmittel gegen die Steuersünder: Nur Strafen bis zu zwei Jahren können zur Bewährung ausgesetzt werden – darüber droht zwingend Haft. Da niemand dieser Reichen gerne die Villa gegen eine Zelle tauscht, bleibt oftmals nur die Selbstanzeige beim Finanzamt, um dem Risiko zu entgehen.
Denn wer sich selbst anzeigt, bevor (!) das Finanzamt dahinter kommt, profitiert deutlich. Da nun mit dem Ankauf der Steuersünder-CD die Entdeckung durch das Finanzamt droht, wird diese Gefahr plötzlich konkret.

Laut dem Vorsitzenden der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sind seit der Diskussion um den Ankauf der Steuersünder-CD 2.500 Selbstanzeigen eingegangen. Im Schnitt sind pro Selbstanzeige zwischen 100.000 und 300.000 an Steuern nachbezahlt worden. Damit kommt man auf etwa 300 Millionen Euro Nachzahlungen allein während der Ankaufsdebatte. Zudem ist dieser Betrag bereits bezahlt, also dem Staat zugeflossen.

Steuergerechtigkeit

Die derzeitige Diskussion verkennt bei allen Argumenten und Meinungen meiner Ansicht nach eines: man behebt dadurch keine Ursache für die Steuerflucht ins Ausland. Wenn die Schweiz auch den Abzug des Kapitals befürchten mag und dazu alle möglichen und unmöglichen Argumente ins Spiel bringt, die wahre Ursache bleibt stets außen vor.
Denn nur wer sich ungerechtfertigt entreichert sieht, steuert seine Einnahmen am Finanzamt vorbei strafbar ins Ausland. Würden diese Personen Ihre Steuerlast als gerechtfertigt empfinden, gäbe es das Problem gar nicht: keine Selbstanzeigen, keine Steuersünder-CD.
Nun ist Gerechtigkeit gerade im Steuerrecht in schwieriges, weil individuell sehr kontroverses Thema. Aber ein einfacheres, gerechteres Steuersystem hat die FDP bislang nicht ansatzweise gebracht. Dabei wäre eine umfassende, so genannte große Steuerreform absolut elementar.
Nebenbei sollten auch diejenigen Steuerzahler mal an den Pranger gestellt werden, die legal flüchten. So mag ein Michael Schuhmacher beruflich einsame Spitze sein, aus steuerlicher Sicht ist sein Verhalten eine schmarotzende Ohrfeige an alle Steuerzahler – auch wenn er jetzt in einem deutschen Team fährt. Für mich gilt Schuhmacher als Schweizer. Und wer beim nächsten Klitschko-Kampf die deutsche Fahne rausholt, ist genauso auf dem Holzweg.

Preissteigerung beim Oktoberfest

Preisindex Oktoberfest

Preisindex Oktoberfest

Die Preissteigerung beim Oktoberfest (Wiesn) ist jedes Jahr bei der Verkündung der kommenden Preise für die Maß Bier ein Thema. Gefühlt ist die Preissteigerung immer nahe an der Grenze der Unverschämtheit – doch das scheint der Beliebtheit bei den Besuchern wohl nicht zu schaden. Die Unicredit/ HVB hat das nun in einer Studie untersucht, inwieweit tatsächlich die Preissteigerung beim Oktoberfest fortschreitet.

Preisindex Oktoberfest

Der Betrachtungszeitraum lag zwischen 1985 und 2009 – ist also ganz aktuell. Dabei verglich man den klassischen Verbraucherpreisindex mit den Preisen für ein halbes Brathänchen, zwei Maß Bier und der Fahrkahrte für den öffentlichen Nahverkehr im MVV.
Dabei zogen die Preise im Jahr um satte 3,7% an, was seit 1985 einer Teuerungsrate von 140% entspricht. Im Vergleichszeitraum lag der normale Inflationswert des Verbraucherpreisindizes bei „nur“ 2%.
Betrachtet man den reinen Bierpreis wird es noch besser. Dieser stieg nämlich um 4% jährlich bzw. 168% seit 1985. Begründung des Analysten: Sonderwirtschaftszone.

Verlängerung Atomausstieg – die Gewinner

Kein Atomausstieg - die Gewinner

Kein Atomausstieg - die Gewinner

Angenommen, der bis 2022 geplante Atomausstieg wird verlängert. Wer sind die Gewinner bei einer Verlängerung des Atomausstiegs? Eigentlich logisch, die AKW-Betreiber. Wie wahrscheinlich eine Verlängerung des Atomausstiegs ist und wer wirklich wie davon profitieren würde.

Verlängerung Atomausstieg

Der Artikel beginnt mit „angenommen“, ist also spekulativ. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht so gering, dass nach der Bundestagswahl Horst Schlämmer (HSP) CDU/CSU mit der FDP regieren könnte. Und Schwarz-Gelb steht bekanntlich für eine Verlängerung vom Atomausstieg. Der Ausstieg vom Atomausstieg ist also so unwahrscheinlich nicht.

Die Gewinner

Und jetzt kommts. Die Landesbank Baden-Württemberg hat mal versucht zu ermitteln, was das den großen Energieversorgern wie RWE, E.on, Vattenfall bringen würde. Festhalten. Bei angenommer Strompreiserhöhung auf 80 Euro pro MWh und 25 Jahre Verlängerung (sicher extreme Annahmen) wären das für die drei größten deutschen Versorger etwa 200 Milliarden Zusatzerlöse. Also selbst wann man konservativer rechnet, es bleibt bei Milliarden. Kein Wunder also, dass die Lobby auf Hochturen arbeitet – geht ja um Peanuts.

Milchpreis und der Milchmarkt

Milchpreise am Milchmarkt

Milchpreise am Milchmarkt

Der Milchpreis sinkt und sinkt. Dabei wäre die mediale Aufmerksamkeit der Milchbauern eigentlich groß genug möchte man meinen, den Milchmarkt auch politisch zu stützen. Denn der Milchpreis um die 22 Cent pro Liter ruiniert nachweislich die Milchbauern sowie den Milchmarkt.

Agrarsubventionen auch für den Milchpreis

Seit kurzem kann man ja selbst im bäuerlichen Bayern einsehen, welcher Bauer wieviel an Agrarsubventionen erhalten hat. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat eine Datenbank online gestellt, in der man die Empfänger sowie die erhaltenen Subventionen recherchieren kann. Tun Sie das mal, geben Sie den kleinen Bauern von nebenan ein. Aber setzen Sie sich vorher. Summen im hohen vierstelligen Bereich sind da regelmäßig zu lesen. Darüber sowieso.

Milchbauern und Molkerein

Da fragt man sich schon, wieso die Milchbauern es nicht schaffen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter will nun eine teilweise Produktionsstilllegung, um das Angebot zu reduzieren und damit die Überproduktion. Dies solle sich dann positiv auf den Milchpreis auswirken. Der Milchindustrieverband hält für die Molkereien aber dagegen, Boni gäbe es dafür nicht.
Vielleicht sollte die Milchbauern wie etwa Müller Milch der Milch minimale Fruchtnoten beimischen und dann den Preis verzehnfachen. Wäre wohl immer noch preiswerter als diese Produkte im Regal.

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Ist es besser eine Lebensversicherung (LV) zu verkaufen, zu kündigen oder zu beleihen? Viele erinnern sich noch an die Fernsehwerbung, die empfahl die Lebensversicherungen zu verkaufen. Aktuelle Verbrauchertests zeigen aber, dass diese Aufkäufer von Lebensversicherungen teilweise kein Kaufangebot abgeben oder dieses unzumutbar niedrig sein kann. Daher stellt sich die Frage, ob man seine Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen soll. Oder doch die LV unangetastet lassen? Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen auf.

Wieso überhaupt eine Lebensversicherung verkaufen etc.?

Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen

Eine Lebensversicherung besser verkaufen, kündigen oder beleihen

Die klassische Kapitallebensversicherung (LV) ist seit langem kein Renditepferd mehr. Aber auch Verschlechterung der persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse führen oft zur Suche nach passenden Lösungen und Möglichkeiten, einerseits die einzuzahlenden Beiträge zu mindern/ aufzuheben und/ oder die einbezahlten Beiträge zu nutzen – vor Ende der Laufzeit.
Grundsätzlich kann man in solchen Situationen seine Lebensversicherung kündigen, verkaufen oder beleihen. Es gibt aber keinen pauschalen Königsweg, denn die persönlichen Umstände spielen eine große Rolle.

Die Lebensversicherung kündigen

Das Kündigen der Lebensversicherung hat den Nachteil, dass Stornokosten berechnet werden können und die ausgezahlten Rückkaufswerte relativ niedrig sind, da die ersten Beiträge für Gebühren und Provisionen verwendet werden. Zudem geht auch der Schlussgewinn verloren, der erst bei normalem Vertragsende ausgeschüttet wird. Es wird allein dadurch klar, das die erhältliche Summe in keinem Verhältnis zu den einbezahlten Beiträgen steht, die man bisher geleistet hat. Da die wenigsten Lebensversicherungen bis zum vorgesehenen Ende laufen, sind Kündigungen der Lebensversicherungen ein gutes Geschäft – aber nur für die Versicherer.

Die Lebensversicherung verkaufen

Das Verkaufen einer Lebensversicherung kann eine bessere Alternative sein. Allerdings heißt es auch hier: aufgepasst! Auf diesem Zweitmarkt tummeln sich mittlerweile etliche schwarze Schafe. Nicht immer erhält man hier einen reellen Gegenwert für seine angesparten Leistungen. Vor allem wenn statt einer Sofortauszahlung eine Ratenzahlung vereinbart wurde, hatte so mancher gutgläubige Kunde schon das Nachsehen. Und noch etwas: Inzwischen fällt der Verkaufswert einer Lebensversicherung auch unter die Abgeltungssteuer, was früher nicht der Fall war. Es bleibt also nur, die bekannten seriösen Anbieter um Angebote anzufragen und diese zu vergleichen. Wohl Marktführer beim Verkaufen einer Lebensversicherung bzw. beim Ankauf sind cash.life und LifeFinance. Beide Anbieter bieten solide und seriöse Angebote, auf jeden Fall sollten Sie sich mehrere Angebote einholen und vergleichen. Laut Stiftung Warentest erhält man im Schnitt bis etwa 8% mehr Geld als beim Kündigen der Lebensversicherung. Es kann daher besser sein, die Lebensversicherung zu verkaufen.

Die Lebensversicherung beleihen

Bei vorübergehendem Geldbedarf gibt es noch eine wenig bekannte Variante: man kann die Lebensversicherung beim Anbieter beleihen. Bei diesem so genannten Policendarlehen zahlt der Versicherer dem Kunden bereits einen Teilbetrag der späteren Versicherungsleistung vorzeitig aus – und das zu günstigen Zinsen und ohne Sicherheiten. Dies hilft aber letztlich nur über einen finanziell vorübergehenden Engpass hinweg. Alternativ kann man auch nur eine vorübergehende Beitragsfreistellung vereinbaren oder ein normales Darlehen bzw. einen Ratenkredit zur Überbrückung aufnehmen. Die Konditionen dürften dann allerdings deutlich schlechter sein. Wer sowieso dauerhaft die Raten nicht mehr aufbringen kann und/ oder Geld dringend benötigt, für den ist das Beleihen der Lebensversicherung keine wirkliche Alternative.

Nachteile beim Verkaufen und Kündigen der Lebensversicherung

Beim Kündigen udn Verkaufen der Lebensversicherung muss man wissen, dass ein Hinterbliebenenschutz und eine mögliche Berufsunfähigkeit dadurch ebenfalls verloren gehen. Will man diese nicht anderweitig absichern, muss man die Lebensversicherung durchhalten. Hier kann man die Beiträge vielleicht auf jährliche Zahlung umstellen oder die Lebensversicherung stilllegen.

Die Stilllegung der Lebensversicherung

Bei der Stilllegung der Lebensversicherung werden keine Beiträge mehr bezahlt. Die Verluste halten sich insgesamt in Grenzen, da weder Stornokosten entstehen noch auf die Schlussausschüttung verzichtet werden muss (welche allerdings geringer ausfallen wird). Zusätzlicher Wermutstropfen: im Todesfall werden die Leistungen an die Hinterbliebenen ebenfalls geringer. Bei Stilllegung werden die regelmäßigen Zahlungsbeträge frei. Damit steigt die Liquidität. Zudem entsteht ein größerer Handlungsspielraum: Das Geld kann jetzt woanders gewinnbringender angelegt werden. Die Hauptziele der Kapitallebensversicherung – eine spätere Auszahlung zu erlangen und Schutz der Angehörigen – gehen aber nicht verloren. Daher sollte diese Alternative neben dem Verkaufen oder Kündigen einer Lebensversicherung ebenfalls mitberücksichtigt werden.

Wer verzockte unser Geld?

Wer verzockte unser Geld - das Milliardenspiel

Wer verzockte unser Geld - das Milliardenspiel

Wer unser Geld verzockte, zeigt heute um 21.00 Uhr die ZDF-Dokumentation von Frontal 21 mit dem Titel „Das Milliardenspiel“.

Soweit im Vorfeld von „Das Milliardenspiel – Wer verzockte unser Geld?“ bekannt wurde, gingen die Journalisten Reinhard Laska und Christian Rohde der Finanzkrise und den Auswirkungen dieser Wirtschaftskrise speziell für Deutschland auf den Grund.

Insider berichten

Wie die Finanzkrise entstanden ist, erklären Insider. So sollen Bankmitarbeiter erzählen, wie sie bewusst die Sicherheitsmechanismen aus Gier ausgetrickst haben und mit dem Geld der Anleger spekuliert haben. Insgesamt soll die Vermögensumschichtung vom Steuerzahler zum Investmentbanker dadurch veranschaulicht werden. Auch soll auf die rechtlichen grundlagen durch die Regierung im Vorfeld eingegangen werden, welche den Banken erst diese Beteiligung an den Kapitalmärkten eröffnet haben soll.

Die Folgen

Auch über die Folgen wird gesprochen, so konnte auch der Finanzminister zur Staatsverschuldung und deren Folgen befragt werden. Der träumt wahrscheinlich schon vom „Unwort Finanzkrise„. Ich bin auf jeden Fall gepsannt, wie er in Wahlkampfzeiten zu dem unvorstellbaren Schuldenberg und dessen Auswirkungen für künftige Generationen Stellung bezieht und Verantwortung übernimmt.

Podcast

Vor kurzem berichtete auch die Wissenschaftssendung im WDR, Quarks, über die Zocker und dessen Folgen. Der Podcast kann noch downgeloadet werden. Dieser teils sehr anschauliche Podcast vom 19.05.2009 bringt die Zusammenhänge vereinfacht aber verständlich näher.

Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit: Versicherung erforderlich?

Es heißt immer, die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sei eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, insbesondere im Bereich der Invaliditätsvorsorge. Warum benötigt man also unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung und auf welche Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man achten?

Zweck einer BU

Auch wenn man es nicht gerne hört oder liest, viele Menschen verlieren jedes Jahr ihre Arbeitskraft durch Unfälle oder Krankheiten und können als Folge ihren Beruf nicht mehr ausüben. Das führt zu erheblichen finanziellen Einbußen. Um diese Einbußen zu vermeiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Denn sie schafft ein großes Maß an finanzieller Sicherheit für diese Fälle. Doch nicht nur Menschen, die auf ihre Arbeitskraft bauen, sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, sondern auch Hausfrauen und Hausmänner, aber auch Studenten, sind mit einer solchen Versicherung gut beraten. Denn die gesetzliche Rentenversicherung sieht vor, dass beispielsweise Studenten erst nach fünf Jahren, nachdem sie ihre erste Berufstätigkeit aufgenommen haben, durch die gesetzliche Rentenversicherung ( Anspruch auf EU-Rente ) abgesichert sind. Und die Hausfrau? Sie kümmert sich um die Familie, die Kinder und die Wohnung, fällt sie für unbestimmte Zeit aus, muss eine entsprechende Ersatzkraft eingestellt werden.

Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Daher ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich für jeden sinnvoll, egal ob er  Arbeitnehmer, Student, Azubi oder Selbständig ist. Schließt eine Person eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, so wird in der Regel eine monatliche Rente vereinbart, welche bei Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent, an die versicherte Person gezahlt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass die versicherte Person die ausgeübte Tätigkeit über einen Zeitraum ( Prognosezeitraum ) von mind. sechs Monaten nicht mehr ausüben kann, dann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung die monatliche Rente.  Um dieses Risiko abzufedern und um finanzielle Notsituationen zu abzusichern, sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, allerdings ist ein Vergleich der Versicherungsbedingungen sinnvoll, denn die Offerten der einzelnen Anbieter sind sehr unterschiedlich.

Dabei sollte man schauen, wie hoch der Grad der erforderlichen Unfähigkeit sein muss, damit die Versicherung leisten muss. Zudem muss man wissen, dass im Wesentlichen die Versicherung bzw. „deren“ Ärzte den Grad der Unfähigkeit für den ausgeübten Beruf feststellen. Manche Versicherungen zahlen abgestuft bereits ab 25%, die meisten ab 50%. Auch sollte man prüfen, ob einem die Versicherung in einen vergleichbaren Ersatzberuf verweisen darf, den man mit der Einschränkung noch ausüben kann. Interessant ist auch die Prozessquote, sprich wie oft eine Versicherung wegen Nichtzahlung verklagt wird.

Steuerzahlerbund tritt Regierung

Eine aktuelle Kampagne des Steuerzahlerbundes Bayern tritt die Regierung in den Allerwertesten. Die Aktion heißt „In den Arsch treten„. Auf der gleichnamigen Webseite findet man die 7 Hauptforderungen (vgl. Steuerverschwendung und Staatsschulden) sowie interessante Zahlen zur Staatsverschuldung (Schuldenfalle).

So schätzt der Steuerzahlerbund die Neuverschuldung Deutschlands im Jahr 2009 auf satte 140 Milliarden Euro. In 1-Euro-Münzen würde diese Geldmenge aneinandergereiht ganz 81mal um den Äquator reichen. Zudem verzehnfacht sich die Verschuldungsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wären die Steuereinnahmen auf 550 Milliarden Euro gestiegen – 110 Milliarden Euro mehr als noch 2005.

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Steuerzahlerbund tritt Bundesregierung

Ganz egal, ob man die Meinung des Steuerzahlerbundes im Ergebnis teilt oder nicht, diese enormen Summen machen selbst einen Lottogewinn wieder fast lächerlich. Auch sind die weiteren Punkte des Steuerzahlerbundes meist unstreitig unterstützungswürdig. Die fehlende Professionalität und Solidität in der Gesetzgebung, höhere Abgaben bei weniger Leistung am anderen Ende  des Bürgers und zudem medienwirksame Staatshilfen in Milliardenhöhe für Großunternehmen, Banken und staatliche Unternehmen. Auch der Vorschlag der Amtsuntreue im Strafgesetzbuch hat was. Den sollte man gleich um Steuerverschwendung und Fördergeldermissbrauch erweitern.

Gewinner der Finanzkrise

Gewinner der Finanzkrise

Gewinner der Finanzkrise

Wer sind eigentlich die aktuellen Gewinner in der Finanzkrise? Die Deutsche Bank meldet im ersten Quartal 2009 einen Milliardengewinn, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) analysiert aus Befragungen, dass die Optimisten erstmals seit 2 Jahren wieder mehr als die Pessimisten sind, usw. Dabei sind die wirtschaftlichen Fakten nach wie vor meist alles andere als positiv.

So spielen bei den Banken etwa Tricks bei der Bilanzierung eine große Rolle. Bei der Deutschen Bank beispielsweise besteht mehr als die Hälfte ihrer Bilanzsumme aus im Wert stark schwankenden Derivaten. Auch scheinen Analysten berufsbedingt überwiegend Optimisten zu sein.

Sportartikel

Ein Indikator für den Zustand einer Branche bilden Messen ab. So zeigen sich aktuelle Situation sowie Zukunftsaussichten im Jahresvergleich bei Messen sehr anschaulich.
Auffällig ist etwa, dass die Sportartikelmessen Outdoor im Juli und Eurobike im September steigende Nachfrage melden. Für die Outdoor mussten laut Rolf Schmid (Präsident der Europäischen Outdoor Gruppe) sogar zwei zusätzliche Hallen bereitgestellt werden.
So wird in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise offenbar in Lebensfreude und Gesundheit im Freizeitbereich investiert. Viele Sportartikelhersteller melden, dass ihre ohnehin hohen Erwartungen sogar noch übertroffen wurden. Wer sich die Aktienkurse namhafter Sportartikelhersteller ansieht, erkennt den Trend deutlich. Die Frage ist demnach, wo der Gipfel der Kursaufstiege wartet.

Hypo Real Estate: Insolvenz und Systemrelevanz

Warum die HRE nicht pleite gehen darf

Hypo Real Estate (HRE): Insolvenz und Systemrelevanz

Der Staat steckt weitere Milliarden Steuergelder in die Hypo Real Estate (HRE). Die Bank sei systemrelevant und eine Insolvenz daher ultima ratio, also – wenn überhaupt – nur allerletzte Option. Wieso fragt man sich als aufmerksamer Steuerzahler? Hätte man die mittlerweile über 100 Milliarden nicht besser, solider neu investieren können? Dafür hätte man den Transrapid nach Stoibers Rechnung um die halbe Welt gebaut.

Systemrelevanz: Wieso die HRE systemrelevant ist

Kurz und klar: Ginge die Hype Real Estate pleite, ginge damit für viele Sparer die angesparte Altersvorsorge mit pleite. Denn große Vermögen der Pensionskassen bis zu Versorgungseinrichtungen sowie Lebensversicherer sind bei der HRE investiert. Diese lagern das einbezahlte Geld ja nicht im tresor, sondern müssen eigene Kosten sowie die versprochenen Leistungen erwirtschaften.

Lebensversicherungen

Die Lebensversicherer haben nach Schätzung der ARD (Plusminus vom 17.3.09) 55 Milliarden der HRE geliehen. Die Lebensversicherer haben dafür keine Sicherheiten erhalten. Diese 55 Milliarden sind natürlich zum Großteil im Deckungsstock der Überschussbeteiligungen enthalten. Die Überschüsse für die LV gingen dadurch entsprechend zurück.

Pfandbriefe

Bürger und Versicherer haben weiter Pfandbriefe für ca. 100 Milliarden Euro bei der HRE angelegt. Aufgrund des Wesens der Pfandbriefe, die mit Grundschulden besichert sind, sieht es hier nicht so schlecht aus, wenngleich auch alle Experten nicht wollen, dass diese Sicherheiten in Anspruch genommen würden. Wieso, konnte mir noch niemand so genau erklären.

Insolvenz der HRE

Daher können sich weder Staat noch Bürger eine Insolvenz der Hypo Real Estate leisten – weder finanziell noch psychologisch.

Weitere Meinungen

Betrachtet man die Zitate und Aussagen im Verlauf der Krise, gibt einem das schon zu denken. Letzter Schritt scheint vorerst die gesetzliche Zwangsenteignung zu sein, wenngelcih die bissigen Kommentare dazu wohl eher als verhalten bezeichnet werden können. Die FDP hat nun einen Untersuchungsausschuss beantragt.
Mehr Gedanken und mögliche Antworten zur HRE findet Ihr bei DasDenken und beim BlogohneNamen (beide absolut lesenswert).
Der Titel des Unternehmen des Jahres wird der Hypo Real Estate wohl nicht mehr zu nehmen sein. Obwohl, man soll das Jahr nicht vor dem Ende…

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit: Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit und damit auch Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt ist derzeit aufgrund der Wirtschaftskrise ein permanentes Thema. Meist wird man sogar im persönlichen Umfeld mit Menschen zu tun haben, die aufgrund Kurzarbeit nun Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt erhalten. Da die Meldungen nicht abreißen, grund genug, sich das Kurzarbeitergeld genauer anzuschauen.

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld (Kug)

Das Arbeitsamt Die Arbeitsagentur bietet eine ganze Reihe finanzieller Hilfen – nicht nur für Arbeitslose Arbeitsuchende und Existenzgründer. Das Kurzarbeitergeld gibt es bei – richtig – Kurzarbeit. Beim Kurzarbeitergeld werden drei Ursachen unterschieden.

  1. Konjuknurelles Kurzarbeitergeld (Kug) – wenn die normale Arbeitszeit vorübergehend gekürzt wird aufgrund wirtschaftlicher Rezession oder unabwendbaren Ereignissen
  2. Saisonales Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) – das bekannte Schlechtwettergeld, wenn aufgrund saisonaler Schwankungen eine ansonsten drohende Arbeitslosigkeit vermieden wird
  3. Transferbedingtes Kurzarbeitergeld/ Transferkurzarbeitergeld – für sinnvolle Maßnahmen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Abgesehen von den Transfergesellschaften, in die frühere Arbeitnehmer bei Insolvenzen oft übergeführt werden, dürfte das konjukturelle Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt das derzeit am häufgisten beanspruchte sein. Die Bilanzen der Arbeitsagenturen dürften auf jeden Fall jetzt schon eine sprunghaft gestiegene Belastung aufweisen.
Dabei ist interessant, das die Regelbezugsfrist, also die Dauer („vorübergehend“) durch Verordnung vom 26.11.08 nun auch 18 Monate ansteigen darf (zumindest bis Ende 2009). Der Bezug von Kurzarbeitergeld setzt u.a. dringende betriebliche Erfordernisse voraus.
Dabei sind dies oft die größten Probleme. Denn Arbeitgeber versuchen aus der Krise das beste zu machen und die Arbeitnehmer in Zeiten der Kurzarbeit weiterzubilden, weiter zu qualifizieren. Doch diese Bildungsmaßnahmen müssen planbar sein und nehmen Zeit in Anspruch. Bräuchte man die Mitarbeiter aber dann kurzfristig wieder länger, wird es mangels Flexibilität schwierig. Daher sind meist flexible Arbeitsverhältnisse besser als eine bis zu 80%ige Förderung.

Wie die Finanzkrise in den USA entstanden ist

Wie ist die Finanzkrise eigentlich entstanden? In den USA. Was war der Ursprung der Finanzkrise, was hat das Konstrukt letztendlich zum Einstürzen gebracht? Wer hat bis zur Finanzkrise davon profitiert und wie?
Aufgrund der weltweiten Vernetzung der Finanzmärkte sind wir auch direkt von den Auswirkungen der Finanzkriese betroffen. Die meisten Erklärungsversuche über die Entstehung dieser Krise sind oft nur teilweise verständlich und nachvollziehbar. Daher folgen hier zwei anschauliche und einfache Videos mit Erklärungen.

Finanzkrise anschaulich erklärt (Teil 1: sachlich)

Finanzkrise: Ursprung und Erklärung

Finanzkrise: Ursprung und Erklärung

Es gibt nun ein sehr anschauliches Video, dass die Zusammenhänge, Absichten und Risiken sehr gut zeigt. Es ist auf Englisch, wobei es jedoch auch mit begrenzten Sprachkenntnissen noch immer sehr gut nachvollziehbar ist.

Finanzkrise anschaulich erklärt (Teil 2: unterhaltsam)

Die grundsätzlich gleiche Thematik der Finanzkrise nun auf Deutsch mit ironisch, lustiger Überzeichnung. Neben der Komik trifft es aber den Kern der Sache und vermittelt sehr gut die Probelmatik, dass im Kern riskante Schuldscheine vermischt und in immer komplexeren Konstrukten verkauft wurden. Dieses Video erklärt sehr anschaulich, wieso die fehlende Deckung so lange ohne Folgen blieb und wieso dieses Modell überhaupt lukrativ war – und wichtiger – für wen.



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